Vor allem die sozialen Errungenschaften in der DDR können von Kommunisten gut als
Beispiel kommunistischer Zielsetzung angeführt werden. Sie waren beachtlich und denen
der kapitalistischen Ländern weit vorraus. Auch ich als Kritiker des DDR- (nachrevolutionär-sowjetischen-)
Modells für sozialistische Staaten betrachte diese Errungenschaften als eine Erungenschaft
der kommunistischen Arbeiterbewegung, auch wenn sie in diesem Fall wahrscheinlich
nur zur Aufrechterhaltung der sozialistischen Fassade existierten. Sie spiegeln (heute
vor allem in Kuba) den Wert der kommunistischen Bewegung wieder.
Allein schon die Tatsache das die faschistichen Parteien _nichts_ an der bestehenden
Wirtschaftsordnung ändern wollen offenbart das Lügengerüst ihres Programms.
Sollten innerhalb einer kapitalistischen Ordnung tatsächlich solche sozialen Strukturen,
ohne die bestehenden Verhältnisse zu andern, möglich sein, wären sie bereits zur
Eindämmung alternativer Bewegungen etabliert. Denn die Burgeosie und ihre ausgebildeten
Helfershelfer ist nicht dumm!
@Trialer:
Der Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft sowie der der UdSSR würde ich nicht zwangsläufig
mit diesen sozialen Errungenschaften in Verbindung bringen. Dies wäre höchstens der
Fall wenn die DDR zur Einhaltung dieser Leistungen massiv auf Importe angewiesen
wäre - sie war allerdings in dieser Beziehung größtenteils autark da es sich um Grundnahrungsmittel
und Dienstleistungen handelt. Teure Importwaren waren höchstens durch soziale Leistungen
die mit Gas- und Ölverbrauch in Zusammenhang standen nötig.
@Willi Nicke:
Nachdem die N-"S"-D-"A"-P 1933 die Macht errang stieg das BSP und die Arbeitslosigkeit
sank drastisch. Die Löhne dagegen blieben jedoch während der gesamten NS-Herrschaft
auf Wirtschaftskrisen-Minimum, sanken gegen Ende des Krieges sogar weiter. Es wurde
tatsächlich einige soziale Dienste eingerichtet die allerdings nicht sehr weit gingen.
Dein Argument ist auch unter kapitalistisch-Liberalen ("burgeosen") Wirtschaftswissenschaftlern
verbreitet, da das heutige BRD-Regime aus Selbsterhaltungszwecken dem Faschismus
natürlich auch keinen positiven Wirtschaftseinfluss zubilligt.
Allerdings irritiert mich dieses Argument wirtshaftswissenschaftlich ziemlich. Angebot,
Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze entstehen nicht aus reiner Nachfrage: erst
der ökonomische Profit treibt die Anleger zur Produktionsausweitung (Anstellung von
Arbeitskräften). Diese Profitabilität konnten sie sich nur versprochen haben wenn
der Profit an einer ausbeutbaren Stelle lag. Dieser lag zur Wirtsachftskrise aber
sicher weder bei Arbeitern noch in den Staatskassen (was praktisch dasselbe ist).
Was änderte sich zu Hitlers Machtergreifung, dass Anleger sich plötzlich Profit in
der Herstellung von Autobahnen und Waffen erhofften wenn weder Volk noch Staat keine
Mittel hatte diese zu bezahlen?
Erbitte Aufklärung!
"Alles in Zweifel ziehen"
Die Betonung liegt auf ALLES