Zitat: Würfelqualle
Wir müssen alles kommunistische ausrotten, mit der Wurzel.
Dann mußt du schon die ganze Menschheit mit der Wurzel ausrotten!!!
Den Kommunismus in seinen verlauf hält weder Oks noch Dummheit auf!!!
Karl Marx und Friedrich Engels
Erkannten das die menschliche Gesellschaften ebenfalls nach Allgemeinen Natur Gesetzen
ablaufen, nach den Allgemeinen Entwicklungs Gesetzen unter worfen sind. Die aber
nicht einfach nur rein Mechanisch sich entwickelt. Wie bei der Negation der Negation
der Pflanzen, das Korn es keimt; vergeht als solches, wird negiert, an seiner Stelle
tritt aus ihr enstandenen Pflanze, die Negation des Korns. Sie wächst, blüht, blüht,
wird befruchtet und produziert schließlich wieder Gerstenkörner, und sobald diese
gereift, stirbt der Halm ab, wird seinerseits negiert. Als Resultat dieser Negation
der Negation haben wir wieder das anfängliche Gerstenkorn, aber nicht einfach, sondern
in zehn-, zwanzig-, dreißigfacher Anzahl.
In der Entwicklung menschlichen Gesellschaft verläuft die Negation der Negation ähnlich
ab, sie beginnt mit der Entstehung der Menschheit, der Urgesellschaft, in der es
keine Klassenspaltung nach Ausbeutung gab. Diese gesellschaftsentwicklung wurde durch
die Klassengesellschaft negiert, welche durch Ausbeutung Sklavenhalter, Feudal, und
Kapitalismus charakterisiert, sind drei qualitative stadien dieser Klasengesellschaften.
Um diese Kapitalistische Klassengesellschaft negieren zu können und um eine qualitative
Höhere Gesellschaft reichten zu können, es läuft nicht einfach mechanisch in eine
qualitative Höhere Gesellschaft ab. Da zu brauchen wir eine bewusste politische Formatierung
der marxistischen und sozialistisch-kommunistischen Bewegungen.
Friedrich Engels - Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft
Nun kann man aber einwenden: Die hier vollzogne Negation ist gar keine richtige Negation:
ich negiere ein Gerstenkorn auch, wenn ich's vermahle, ein Insekt, wenn ich's zertrete,
die positive Größe a, wenn ich sie ausstreiche usw. Oder ich negiere den Satz: die
Rose ist eine Rose, wenn ich sage: die Rose ist keine Rose; und was kommt dabei heraus,
wenn ich diese Negation wieder negiere und sage: die Rose ist aber doch eine Rose?
- Diese Einwendungen sind in der Tat die Hauptargumente der Metaphysiker gegen die
Dialektik und ganz dieser Borniertheit des Denkens würdig. Negieren in der Dialektik
heißt nicht einfach nein sagen, oder ein Ding für nicht bestehend erklären, oder
es in beliebiger Weise zerstören. Schon Spinoza sagt: Omnis determinatio est negatio,
jede Begrenzung oder Bestimmung ist zugleich eine Negation. Und ferner ist die Art
der Negation hier bestimmt erstens durch die allgemeine und zweitens die besondre
Natur des Prozesses. Ich soll nicht nur negieren, sondern auch die Negation wieder
aufheben. Ich muß also die erste Negation so einrichten, daß die zweite möglich bleibt
oder wird. Wie? Je nach der besondern Natur jedes einzelnen Falls. Vermahle ich ein
Gerstenkorn, zertrete ich ein Insekt, so habe ich zwar den ersten Akt vollzogen,
aber den zweiten unmöglich gemacht. Jede Art von Dingen hat also ihre eigentümliche
Art, so negiert zu werden, daß eine Entwicklung dabei herauskommt, und ebenso jede
Art von Vorstellungen und Begriffen. In der Infinitesimalrechnung wird anders negiert
als in der Herstellung positiver Potenzen aus negativen Wurzeln. Das will gelernt
sein, wie alles andre. Mit der bloßen Kenntnis, daß Gerstenhalm und Infinitesimalrechnung
unter die Negation der Negation fallen, kann ich weder erfolgreich Gerste bauen,
noch differenzieren und integrieren, ebensowenig wie ich mit den bloßen Gesetzen
der Tonbestimmung durch die Dimensionen der Saiten ohne weiteres Violine spielen
kann. - Es ist aber klar, daß bei einer Negationsnegierung, die in der kindischen
Beschäftigung besteht, a abwechselnd zu setzen und wieder auszustreichen, oder von
einer Rose abwechselnd zu behaupten, sie sei eine Rose und sie sei keine Rose, nichts
herauskommt als die Albernheit dessen, der solche langweilige Prozeduren vornimmt.
Und doch möchten die Metaphysiker uns weismachen, wenn wir einmal die Negation der
Negation vollziehn wollten, dann sei das die richtige Art.
Was ist also die Negation der Negation? Ein äußerst allgemeines und eben deswegen
äußerst weitwirkendes und wichtiges Entwicklungsgesetz der Natur, der Geschichte
und des Denkens; ein Gesetz, das, wie wir gesehn, in der Tier- und Pflanzenwelt,
in der Geologie, in der Mathematik, m der Geschichte, in der Philosophie zur Geltung
kommt und dem selbst Herr Dühring trotz allen Sperrens und Zerrens, ohne es zu wissen,
in seiner Weise nachkommen muß. Es versteht sich von selbst, daß ich über den besondern
Entwicklungsprozeß, den z.B. das Gerstenkorn von der Keimung bis zum Absterben der
fruchttragenden Pflanze durchmacht, gar nichts sage, wenn ich sage, es ist Negation
der Negation. Denn da die Integralrechnung ebenfalls Negation der Negation ist, würde
ich mit der entgegengesetzten Behauptung nur den Unsinn behaupten, der Lebensprozeß
eines Gerstenhalms sei Integralrechnung oder meinetwegen auch Sozialismus. Das ist
es aber, was die Metaphysiker der Dialektik fortwährend in die Schuhe schieben. Wenn
ich von all diesen Prozessen sage, sie sind Negation der Negation, so fasse ich sie
allesamt unter dies eine Bewegungsgesetz zusammen, und lasse ebendeswegen die Besonderheiten
jedes einzelnen Spezialprozesses unbeachtet. Die Dialektik ist aber weiter nichts
als die |132| Wissenschaft von den allgemeinen Bewegungs- und Entwicklungsgesetzen
der Natur, der Menschengesellschaft und des Denkens.
Vom ersten Tag seiner Existenz, wurde auf dem zarten Pflänzchen Sozialismus herumgetrampelt!
Aber wird der Kommunismus auf fruchtbaren Boden fallen, so wirt er Blühen und Gedeihen.
A luta continua, viva el Kommunismo
W. Nicke.