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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Montag, 13. Feb 2006 um 14:37:34 CEST
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Thema:
Fidel spricht über die Möglichkeit des Verlustes der kubanischen Revolution
 
Eintrag:

Sozialistische Transition: Fidel spricht über die Möglichkeit des Verlustes der kubanischen Revolution

1. Schwerpunkt des Diskurses: ¿Wird die Revolution überleben?
Am 17. November hält der cubanische Präsident in der Universität von Havanna eine Rede, die ein transzendentale Debatte über die Zukunft eröffnet. Der universale Kontext des Diskurses ist die weltweite Debatte über die aktuelle Phase des Übergangs zum Sozialismus und die Rolle Cubas innerhalb dieses Prozesses. Aber der Schwerpunkt der Reflektionen des Comandante wird von zwei Fragen bestimmt: 1) “Glaubt Ihr oder glaubt ihr nicht, dass der revolutionäre, sozialistische Prozess Cubas umkehrbar ist?” 2) “Welche Ideen oder welcher Grad des Bewußtseins wäre in der Lage die Umkehr eines revolutionären Prozesses unmöglich zu machen?”

2. Logischer Status des Diskurses und die Legitimität, sich an der Debatte zu beteiligen.

Fidels Rede wurde vom cubanischen Staatsrat mit dem folgendem Vorwort veröffentlicht: “Kontrolliert und überarbeitet vom Autor selbst, mit absolutem Respekt vor der Integrität der im Text ausgedrückten Ideen.” Der Präsident selbst verweist auf die außerordentliche Vorsicht, mit der diese Rede verfasst wurde. “Es ist nicht so, als hätte ich improvisiert. Ich habe sehr viel über diese Daten nachgedacht und ich habe sie alle in meinem Kopf und ich wäge hier ab und dort ab: das sage ich, das lieber nicht, denn es gibt einen Feind, der versucht, alles im Sinne von Frustrationen und für Verwechslungen zu nutzen. ... Ich hatte soviele Dinge im Kopf und musste Erinnerungen von gestern und neue Ideen von heute sortieren. Dabei musste ich vorsichtig sein, um keine Dinge zu sagen, die ich nicht sagen sollte und Dinge zu sagen, die gesagt werden müssen.”
Wir haben es hier also nicht mit einer ad hoc-Rede zu tun, sondern vis-a-vis mit einem Diskurs in dem jedes Wort durch die theoretische, politische und moralische Autorität des Comandante gestützt wird. Es handelt sich fast um so etwas wie die Einleitung zu einem zweiten “Die Geschichte wird mich freisprechen” (1953), in seinem Ursprung vielleicht vergleichbar mit Hugo Chávez Rede über die bolivarische Transition, “Die 10 objektiven Strategien für den Großen Sprung nach vorn”, vom November 2004.
Der Comandante hat nicht ausdrücklich die öffentliche Meinung dazu aufgerufen, den Text zu kommentieren, aber es ist offensichtlich, dass die Veröffentlichung im Internet eine Debatte breiten Ausmaßes hervorruft und eine Gemeinschaft von Diskuttanten, die mit voller Legitimität über dieses Thema sprechen.

3. Diagnose: “Dieses Land kann sich selbst zerstören”

“Liebe Studenten, die Frage, die ich vor dem Hintergrund der geschichtlichen Erfahrungen aufwerfe lautet: Kann ein revolutionärer Prozess umkehrbar sein oder nicht?” Welche Ideen oder welcher Grad des Bewußtseins würde die Umkehr eines revolutonären Prozesses unmöglich machen? Wenn die ersten, die Veteranen, verschwinden und die neuen Generationen von Führenden übernehmen, was sollen diese tun und wie sollen sie es tun? Wenn schon wir Zeugen so vieler Fehler waren, von denen wir nicht einmal merkten, dass wir sie begangen hatten.
Das sind Dinge, über die man nachdenkt. Beschäftige dich mit der Geschichte, was hier und dort passiert ist, denke nach über das, was heute passiert ist und morgen passieren wird, wohin die Prozesse jedes einzelnen Landes führen, wohin unserer führt, wie er vorankommen wird und welche Rolle Cuba in diesem Prozess spielen wird.
“¿Sind Revolutionen dazu bestimmt, irgendwann zusammenzubrechen oder sind es die Menschen, die dafür sorgen, dass Revolutionen fallen. Können die Menschen verhindern, kann eine Gesellschaft verhindern, dass eine Revolution zusammenbricht oder können sie es nicht? Ich könnte eine ganz konkrete, spontante Frage hinzufügen: Glaubt Ihr, dass dieser revolutionäre , sozialistische Prozess zusammenbrechen kann oder nicht?” (Ausrufe von: “Nein!”) Habt Ihr darüber einmal nachgedacht? Habt Ihr darüber wirklich einmal profund nachgedacht?”
Dieses Land kann sich selbst zerstören; diese Revolution kann sich zerstören; wer sie nicht zerstören kann, dass sind sie; aber wir, wir können sie zerstören, und es wäre unsere Schuld.
¡Auf dass es niemals eine Sowjetunion hier gibt, und keine zerbrochenen, aufgeteilten sozialistischen Lager! Auf dass niemals das Imperium geheime Gefängnisse hier haben möge um fortschrittliche Männer und Frauen aus dem Rest des Kontinentes zu foltern, der sich heute mit Entschiedenheit zur zweiten und definitiven Unabhängigkeit erhoben hat!”

4. Das selbstzerstörerische Potential der cubanischen Revolution

Das selbstzerstörerische Potential des cubanischen Projektes kann man nach den Worten und Daten des Präsidenten in drei Kategorien unterteilen: 1. der subjektive Faktor, 2. die Defizite in der Leitung des Prozesses, 3. der objektive technologisch-politische Faktor.

4.1 Die Kommentare im Bezug auf die subjektiven Faktoren sind hart und beinhalten eine breite Anzahl von Parametern, darunter: a) eine unerbittliche Kritik an die cubanischen Wirtschaftswissenschaftler, “kein Wirtschaftsexperte dieses Landes hat sich anscheinend Gedanken darüber gemacht, was das Festhalten an Investitionen in die Zuckerproduktion bedeutet b) ”glaubt nicht, dass die Leiter unserer Unternehmen Disziplin hätten,” c) Korruption, Diebstahl und Ineffizienz in weiten Bereichen der Wirtschaft, unter anderem in der Bauwirtschaft, bei den Tankstellen und Raffinerien, beim Zucker, den Devisen und im Energiesektor: wir könnten beim Energiekonsum des Landes 1,5 Milliarden Dollar sparen, das ist die Hälfte der Gesamtausgaben. “Und was tut das Land mit diesen 1,5 Milliarden?” Ich würde sagen: ein Teil wird gestohlen, ein anderer Teil verschwendet und der Rest aus dem Fenster geworfen.”

4.2 Zu den Problemen in Führung und Leitung zählt Fidel die folgenden: a) der Mechanismus Kritik-Autokritik bringt nicht die erhofften Ergebnisse; b) ein Problem systemischer Hierarchie:” die zentralstaatliche Administration muss mit keinem Minister verhandeln, sie erteilt den Ministern Befehle”; Dogmatismus und Schematismus wie beim Bau des Kraftwerkes “Guiteras”; d) das Unwissen darüber, wie die Menschen leben und e) “unter all den Fehlern, die wir alle begangen haben war der entscheidende zu glauben, dass jemand Ahnung vom Sozialismus hatte und dass jemand wisse, wie man den Sozialismus aufbaut”.

4.3 Zu diesen Schwierigkeiten kommt der technologische Rückstand sowohl in den Produktionsanlagen als auch beim Transport und eine Diversität bei haltbaren Produkten, die unabdingbar ist
“In vielen Bereichen, zum Beispiel bei den Tankstellen, gab es eine allgemeine Unordnung ...mit Verlusten von bis zu 200 Millionen Dollar.... Wenn man Ihnen die Geschichte all der Tankstellen in der Hauptstadt erzählt, wären Sie überrascht. Es gibt mehr als doppelt so viele wie nötig sind, das ist ein riesiges Chaos. Jedes Ministerium, das Lust dazu hatte, hat seine eigene Tankstelle aufgebaut und verteilt hier und dort. In den Provinzparlamenten ist das Chaos ein universilles Desaster.” Diese Zustände haben zum Aufkommen von “Sozialschmarotzern, Königen, Zaren, Kaisern und Neureichen” geführt, die die durch die Bedingungen der Sonderperiode entstandenen Ungleichheiten ausnutzen.

5. Die neue Gesellschaft und die Wege, die dort hinführen

Vor dieser Situation muss das Land den Übergang schaffen, von einem “Land der Idioten zu einem Land, das alle hinter sich lässt.” Unsere Gesellschaft wird wahrhaftig eine “völlig neue Gesellschaft” sein, aber es wird niemals eine Konsumgesellschaft sein, sondern eine Gesellschaft des Wissens, der Kultur und der außergewöhnlichsten menschlichen Entwicklung, die man sich vorstellen kann ..... “ Um die Zukunft zu erobern, ist die Alternative eine antagonistische und dramatische: “Entweder wir schaffen es, diese Probleme radikal auszumerzen oder wir werden untergehen.” Die Mittel zum Sieg liegen in der Ethik, der fortschrittlichen Technologie, der Professionalisierung, der Bildung des “Humankapitals” (sic), der Verbesserung der Lebensqualität, der Schwächungdes Dollars, und der Jugend als Vorreiter im Kampf gegen die schlechten Gewohnheiten.

6. Inkognita der Transition

Fidel hat die neue Institutionalität, die die sozialistsiche Zukunft des Landes retten soll, noch nicht benannt, was es unmöglich macht, über die beiden Strukturen zu diskutieren, die unvermeidbar mittelfristig bestimmen werden, wohin die Revolution führt, a) die Wirtschaftsform, die in Cuba vorherrschen wird, ob sich diese beispielsweise an staatlichen Preisen und Eigentum orientiert oder an Werten und sozialem Eigentum, b) welche Form der partizipativen Demokratie es geben wird, sagen wir mal über die leninistische Superstruktur hinaus. Dennoch können wir auch in Abwesenheit dieser für eine strategische Debatte wichtigen Elemente einige interessante Reflektionen anbringen.

6.1 Die von Fidel genannten Zahlen im Bezug auf Diebstahl, Korruption und Schwarzmarktgeschäfte lassen darauf schließen, dass es sich hier um ein Massenphänomen handelt und wahrscheinlich die Mehrheit der Bevölkerung daran beteiligt ist oder war. Wenn wir berücksichtigen, dass einer Großteil der Bevölkerung in der Revolution und durch die Revolution erzogen wurde, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder war die Erziehung auf dem Gebiet der Ethik nicht effizient genug oder sie hat vor dem Hintergrund der extrem schwierigen Lebensbedingungen nur bei einer Minderheit eine dauerhafte ethische Grundhaltung bewirkt. Letzteres kommt der Wahrheit wahrscheinlich am nächsten.

6.2Die “Politik der Korrektur von Fehlern” wurde zur Zeit Gorbachovs eingeführt. Warum hat es diese Politik nicht geschafft, die hier genannten negativen Auswirkungen zu unterbinden?

6.3Ist die Wissensgesellschaft eine Alternative zur Konsumgesellschaft? Wäre folgende Hypothese korrekt: Je größer das Wissen, desto geringer der Konsumwunsch?

6.4 Fidel fragt: warum haben wir nach dem Zusammenbruch der UdSSR nicht gesehen, dass unsere Zuckerproduktion nicht aufrecht erhalten werden konnte? Und warum haben dies die zahlreichen Wirtschaftswissenschaftler, die wir in Cuba haben, nicht gesehen? Wo liegt die Antwort auf diese Frage?

6.5 “Der Mensch wird als Egoist geboren, weil die Natur ihm die Instinkte vermacht. .... die Erziehung ist es, die die Tugenden festlegt”, lautet der Diskurs. Aber bis zu welchem Grad und unter welchen Bedingungen? Die empirische Beweisführung scheint darauf hinzudeuten, dass die Idee des homo novus nur für Massen in Transitionsphasen oder Ausnahmezuständen gültig ist. Für dauerhafte Zustände kann sie nur für eine Minorität die Gültigkeit behalten, vielleicht 10 – 15 % der Bevölkerung eines Landes. Das hängt damit zusammen, dass eine Gesellschaft keine fragmentierte Realität ist, sondern aus unendlich vielen und komplexen dynamischen Systemen besteht, die sich weder organisieren lassen noch sich selbst in ihrer gesamten Bandbreite organisieren, um den neoplatonischen Fantasien der homines novi von San Augustin gerecht zu werden (hierauf werde ich im nächsten Absatz noch einmal zurückkommen).

6.6 “Unser größter Fehler war es zu glauben, dass jemand etwas über den Sozialismus wußte” sagt der Comandante. Wenn es keine authentischen Lehren über den Aufbau des Sozialismus gab, welche exisiteren dann heute? Und welche Art von Gesellschaft ist aus dieser Situation enstanden?

6.7 “Glaubt bloß nicht, dass die Direktoren unserer Unternehmen diszipliniert sind”, sagt Fidel. Wenn das so ist, wer wählt diese Direktoren aus?

6.8 Ich habe die herausragenden Errungenschaften der Revolution nicht genannt, wie den erfolgreichen Widerstand gegen die Imperialismen, die nationale und internationalel Würde, das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, der Sport und die Wissenschaft. Und dies aus folgendem Grund: a) sie werden von allen ehrlichen Menschen auf dieser Welt anerkannt. b) es wäre überflüssig, denn sie sind das tägliche Brot der Übergewichtigen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass diese enormen Erfolge nicht ausreichen, um die cubanische Revolution unumkehrbar zu machen. Warum? Weil es sie auch in der Sowjetuntion und in der DDR gegeben hat, unter institutionalisierten sozio-ökonomisch-politischen Rahmenbedingungen, wie sie im wesentlichen auch in Cuba bestehen. Und dennoch haben all diese Errungenschaften den Zusammenbruch des Systems nicht verhindern können.

7. Der Schlüssel zur Verhinderung einer Involution der Bourgousie

Kuba hat den unschätzbaren historischen Vorteil, die Gründe für das Scheitern der sozialistischen Transition in der DDR unter Honecker, der UdSSR unter Gorbachov und Chinas unter Mao untersuchen zu können. Das Modell und seine Probleme waren ähnlich, ebenso die Absicht, sie zu überwinden. In der wissenschaftlichen Analyse dieser drei historischen Erfahrungen liegt der Schlüssel für den Triumpf Cubas ---- und der gesamten Menschheit.

Anmerkung: Heinz Dieterich, 10.12.05, Übersetzung: Frank Schwitalla

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Montag, 24. Jul 2006 um 13:00:13 CEST
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Thema:
Fidel Castro »Die Yankees können den revolutionären Prozeß nicht zerstören«.
 
Eintrag:

»Die Yankees können die Revolution nicht zerstören«
Über Nachfolgediskussionen in Kubas, die Bewahrung des Sozialismus und notwendige Fehlerkorrekturen. Gespräch mit Fidel Castro
»Die Yankees können den revolutionären Prozeß nicht zerstören«. »Aber dieses Land kann sich selbst zerstören (…), wenn wir nicht fähig sind, unsere Fehler zu korrigieren.« »Wir sind gegenwärtig auf dem Weg zu einem totalen Umbruch in unserer Gesellschaft.« So spricht Fidel Castro in einem außergewöhnlichen Dokument, einem Buch, Ergebnis eines 100stündigen Interviews, herausgegeben von Ignacio Ramonet, Direktor der Monatszeitschrift Le Monde Diplomatique. Der Titel: »Fidel Castro – Eine zweistimmige Biographie«. Auf 569 Seiten kommt es zu unglaublichen Enthüllungen, unter anderem wie der kubanische Staatschef den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez bei seinem Widerstand gegen den Staatsstreich im April 2002 unterstützt und beraten hat.

Der bald 80jährige Fidel Castro nimmt auch Stellung zum Thema seiner Nachfolge und erklärt, warum er nicht glaubt, daß Kuba das Schicksal der Sowjetunion blühen könnte, obwohl er die Gefahren durchaus sieht. Der vorliegende Auszug, der IPS vom Autor freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, greift genau dieses Thema auf. Das Buch von Ramonet war in der ersten spanischen Ausgabe nach 15 Tagen bereits vergriffen. Eine Neuauflage und Übersetzungen in neun Sprachen sollen bald auf den Markt kommen.

F: Wenn es Sie aus irgendeinem Grund nicht mehr geben sollte, wird dann Ihr Bruder der unwidersprochene Nachfolger sein?

Wenn mir morgen etwas geschieht, wird mit aller Sicherheit die Nationale Versammlung einberufen, und die wird ihn wählen, da gibt es nicht den geringsten Zweifel. Das Politbüro versammelt sich und wird ihn wählen. Aber er kommt mir in den Jahren nach, es kommt einfach so. Damit wird es aber eigentlich zu einem Generationsproblem. Es war ein Glück, daß diejenigen, die die Revolution gemacht haben, drei Generationen vertreten haben. Da waren die, die uns vorangegangen sind, die Kader des Partido Socialista Popular, damals die marxistisch-leninistische Partei – und mit uns kam eine neue Generation. Dann kam die nächste Generation, die Generation der Alphabetisierungskam­pagne, des Kampfes gegen die Gauner, der Kampf gegen die (US-)Blockade, der Kampf gegen den Terrorismus, der Kampf in Girón. Die Generation, die die Oktober-Krise miterlebt haben, die internationalen Missionen (…). Viele Menschen mit vielen Verdiensten. Viele Leute aus der Wissenschaft, aus der Technik, Helden der Arbeit, Intellektuelle, Lehrer (…). Das Land hat einen enormen Schatz an Talenten! Zählen Sie all diejenigen dazu, die heute die Jugend sind, Studenten, Akademiker und Sozialarbeiter, lauter Menschen, mit denen wir eng verbunden sind.

F: Sie glauben also, daß Ihr wirklicher Nachfolger, jenseits einer konkreten Person, jenseits von Raúl, eigentlich eine ganze Generation sein wird, die gegenwärtige Generation?

Ja, es werden Generationen sein, die andere ersetzen werden. Ich habe Vertrauen und habe das immer unterstrichen, aber wir sind uns dessen auch bewußt, daß es viele Risiken gibt, welche einen revolutionären Prozeß gefährden könnten. Da gibt es die subjektiven Irrtümer. (…) Es sind Fehler gemacht worden, und wir tragen die Verantwortung dafür, nicht rechtzeitig bestimmte Tendenzen und Fehleinschätzungen eingesehen zu haben. Heute sind einige überwunden worden, andere werden bekämpft. (…) Ich habe große Hoffnung, weil ich deutlich erkennen kann, daß diejenigen, die ich als vierte Generation bezeichne, auch vier Mal mehr Wissen und Kenntnisse haben als wir (...). Schauen Sie, was ich Ihnen sagen will: Es werden mehr Personen nach Kuba kommen, um die soziale Entwicklung dieses Landes zu sehen als wegen der Strände. Unser Land macht schon gewaltige Dinge. Ein kleines Land wie unseres hat das geeignete Personal, das die Vereinten Nationen für ihre Kampagne zur Bekämpfung von AIDS in Afrika braucht. Heutzutage sind solche Hilfsaktionen ohne die kubanischen Ärzten einfach nicht mehr machbar. Europa und die USA miteinander bringen keine tausend Ärzte zusammen, die dorthin gehen würden, wo die kubanischen Ärzte bereits sind. Ich sage tausend, weil ich gerade übertreibe; jedenfalls weiß man nicht, wie viele gebraucht werden. Wir haben den Vereinten Nationen 4000 Ärzte angeboten, inzwischen sind schon 3000 im Einsatz. Das ist schon ein Grund zur Genugtuung für ein Land, das seit mehr als 40 Jahren unter einer Wirtschaftsblockade und über zehn Jahren unter »spezieller Behandlung« leben muß. Es hat Humankapital geschaffen. Und Humankapital schafft man nicht mit Egoismus und mit der Förderung des Individualismus in der Gesellschaft!

F: Glauben Sie, daß Ihre Ablöse bereits ohne Probleme vor sich gehen könnte?

Gegenwärtig würde es keine Probleme geben und nachher auch nicht. Die Revolution ist nicht auf Führerideen aufgebaut, auch nicht auf Personenkult. (…) Die Revolution basiert auf Prinzipien. Die Ideen, die wir verteidigen, sind – und dies schon seit langer Zeit – die Ideen der ganzen Bevölkerung.

F: Ich sehe, Sie sind nicht besorgt über die Zukunft der kubanischen Revolution – dennoch sind Sie in den letzten Jahren Zeuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion gewesen, des Zusammenbruchs Jugoslawiens, des Zusammenbruchs der Albanischen Revolution; von Nordkorea in seiner gegenwärtigen traurigen Verfassung; Kambodscha ist im Horror untergegangen, und selbst in China hat die Revolution eine ganz andere Ausrichtung eingeschlagen. Macht Ihnen das alles keine Angst?


Ich finde, daß die Erfahrung mit dem ersten sozialistischen Staat, der UdSSR, sehr bitter war – diesen Staat hätte man reparieren können, aber niemals untergehen lassen sollen. Glauben Sie ja nicht, wir hätten nicht oft über dieses unglaubliche Phänomen nachgedacht, daß einer der mächtigsten Staaten der Welt, der es geschafft hatte, so stark zu werden wie die andere Supermacht und den Faschismus besiegt hatte, so zerfallen konnte, wie es geschehen ist. Es gab Menschen, die glaubten, daß man mit kapitalistischen Methoden den Sozialismus aufbauen könnte. Das ist einer der großen historischen Irrtümer. Ich will nicht darüber sprechen, ich meine, ich will nicht theoretisieren. Ich habe unendlich viele Beispiele, daß die sogenannten Theoretiker – Leute, die sich bis zum Knochenmark mit Büchern von Marx, Engels, Lenin und andere eingelesen haben – ganz einfach daneben waren.

Ich habe schon gesagt, daß einer unserer größten Irrtümer am Anfang – und oft später im Laufe der Revolution – war zu glauben, daß irgendwer wüßte, wie man den Sozialismus aufbaut. Heute ist uns meines Erachtens ziemlich klar, wie man den Sozialismus aufbaut, aber wir brauchen jetzt klare Ideen und Fragen, wie man den Sozialismus bewahrt oder in Zukunft bewahren könnte. Was China betrifft, das ist eine andere Sache. Es ist eine große Macht, die aufkommt und die von der Geschichte nicht zerstört worden ist. Dort sind bestimmte grundlegende Prinzipien erhalten geblieben, man hat die Einheit gesucht, man hat die Kräfte nicht zersplittert. (…) Es ist schon seltsam und macht neugierig, wie dieses »blockierte« Land das noch nicht aus der »Spezial Periode« herausgekommen ist, es geschafft hat, mit anderen Ländern zu teilen, ihnen zu helfen und Tausende von Akademikern der Dritten Welt auszubilden – ohne einen einzigen Cent von ihnen zu verlangen – und auf allen Ebenen Fortschritte macht, während all diese Mächte, die sie aufzählten, zerstört worden sind.

F: Aber die Frage, die sich einige stellen ist: Könnte der Revolutionsprozeß in Kuba nicht auch zusammenfallen?

Ist es eine Eigenschaft der Revolutionen abzustürzen, oder sind es die Menschen, die Revolutionen zusammenbrechen lassen? Können Menschen verhindern, daß Revolutionen zusammenbrechen, oder nicht? Können Gesellschaften verhindern, daß Revolutionen zusammenstürzen, oder nicht? Ich habe mir solche Fragen oft gestellt. Hier meine Antwort: Die Yankees können diesen Revolutionsprozeß nie zerstören, weil unsere Bevölkerung gelernt hat, mit Waffen umzugehen; das ganze Volk hat, trotz unserer Irrtümer, ein solches Kulturniveau, Wissen und Bewußtsein, das es niemals erlauben würde, wieder eine Kolonie von ihnen zu werden.

Aber dieses Land kann sich selbst zerstören. Diese Revolution kann sich zerstören. Wir ja, wir können sie zerstören. Es wäre unsere eigene Schuld, wenn wir unfähig wären, unsere Irrtümer zu korrigieren. Wenn wir es nicht fertigbringen würden, Abhängigkeiten abzulegen wie Ausbeutung, Unterschlagungen und unbekannte Geldflüsse von den neuen Reichen.

Deshalb handeln wir jetzt. Wir sind auf dem Weg zu einer totalen Veränderung unserer Gesellschaft. Wir müssen wieder vieles ändern, denn wir hatten sehr schwierige Zeiten. Und es haben sich Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten herausgebildet. Das werden wir ändern – ohne den leisesten Hauch von Mißbrauch.

Das Gespräch führte Ignacio Ramonet

Das Volk auf dem laufenden halten ...

»Das sind Dinge, die wir dem Volk mit voller Offenheit sagen müssen, denn als Revolutionäre können wir nicht Probleme verbergen, können wir nicht mit Demagogie operieren; nur auf der Grundlage von Realitäten, nur auf der Grundlage der Wahrheit können wir Maßnahmen ergreifen, können wir uns den Problemen stellen... und dann Lösen «

Diesen Grundsatz hat Fidel während seiner ganzen politischen Laufbahn in der einen oder anderen Form immer wieder verkündet und befolgt. Sollen die Massen mitarbeiten können, soll Demokratie fruchtbar werden, so setzt das - und das entspricht auch Fidels Natur - korrekte und detaillierte Information voraus.

Anmerkung: „Aber nicht durch verbrecherisches Verschweigen“ Wie es die Sozialistischen Ostblock Länder Taten. Den die Bevölkerung ist nicht ganz so dumm, Sie bemerken nun halt mal die Fehler und ihre Unzulänglichkeiten, die Feine des Sozialismus Nutzen das Sofort aus, gegen die Partei und den Sozialistichen Staat und gegen die Fürungskräfte, auf zu wiegeln.

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Freitag, 3. M&a 2006 um 18:28:48 CEST
IP-Adresse: 89.50.184.82 (???)
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Thema:
Castro durch ein Putsch an dir Macht gekommen?
 
Eintrag:

Castro durch ein Putsch an dir Macht gekommen? 

1925 Gründung der KP Kubas.
1934-44 Errichtung der Batista-Diktatur.
1944 Wahlsieg der Gegner von Batistas.
1952 Staatsstreich und Errichtung der Batista-Diktatur mit Hilfe der Armee und der USA Unterstützung.  

Es gibt Tausend verschiedene Wege zu dem Sozialismus hin. Wie zum Beispiel durch Revolution, oder durch Guerilla Kampf, oder durch Wahlen.

Fidel Castro: Erkannte das die KP (SVP) Kubas in diesen Gegebenen Historischen Bedienungen der Damaligen Zeit nicht in der Lage war das Batista Regschim zu beseitigen. Und Fidel kam auf die „Idee“ eine
Guerilla Rebellenarmee "Bewegung des 26. Juli" (M 26-7), Auf zu bauen um erst mal nicht vom Sozialismus zu reden. Erst nach einer weile Nach den Sieg sprach er von einen Sozialistischen Weg.

Am 25. November 1956 in Mexiko lief die „Granma“ aus dem Hafen von Tuxpan aus. Sie hatte 82 Menschen an Bord, dir zum Kern der Rebellenarmee und Stoßtrupp der Revolution, die das kubanische Volk von der Blutigen Batista-Tyrannei befreite. Als El Comandante führte Fidel Castro die Guerilla der Rebellenarmee M-26-7 in der Sierra Maestra an. Nach fast drei Jahren Guerillakampf gegen die zahlenmäßig weit überlegene und von den USA unterstützte Batista-Armee flüchtet der Diktator Batista schließlich am 1. Januar 1959 aus Kuba.

Am 2. Dezember Landeten sie an der kubanischen Küste, den Strand von Las Colorados  an. Die Batista-Truppen  waren aber schon informiert und griffen sie aus der Luft an. Sie verließen eiligst die Jacht. Sie konnten im Dickicht zurück Zeihen. Am 5. Dezenter erreichten sie die Ortschaft Alegria del Pio . Überraschend fiel der erste Schuss, Ein ortskundiger Führer, hat sie Verraten. Viele wurden an Ort und stelle getötet. Der Rest zog sich in die Berge der Sierra Maestra zurück. Für Fidel kam es darauf an den Kern der Rebellenarmee zu schaffen. Unter ihnen waren Major Faustino Rerez , Universo Sanchez, Raul Castro, Che Guevara so wie Camilio Cienfuegos an. Und mehr als 400 Freiwillige schlossen sich  der Bewegung des 26.Juli an. Die Batista-Propaganda verbreitete Tag für Tag die Nachrichten Rebellenarmee unter Fidel Castro vernichtet sei.

Am 17. Februar 1957 kam der amerikanischen Korrespondent L. Matthews mit Fidel und seinen Kameraden zusammen. Matthews lernte das Leben der Partisanen und deren Programm kennen und veröffentlichte in der „New York Times“ eine Serie von Reportagen über die  kubanischen Rebellen und später das Buch  „The Cuban Story“

Batista hat rings um die Bergen der Sierra Maestra, die Eliteeinheiten seiner Armee zusammengezogen.

Im April 1957 drehten die Amerikaner Robert Taber und Wendell Hofman einen Dokumentarfilm der Partisanen, so wurde die Weltöffentlichkeit  über die Ereignisse auf Kuba informiert. In die Rebellenarmee unter Fidel Castro kamen Bauern aus den Umliegenden Dörfern. Revolutionäre aus Santiago und anderen Städten schlugen sich zu der Rebellenarmee durch. In den ersten Wochen wurden nur Freiwillige aufgenommen, die eine Waffe besaßen.
Bereits im Januar 1957 unter  nahmen die Rebellen ihre erste Angriffe gegen die Batista-Truppen. Das war der erste Sieg der Guerilleros einer kleinen Kaserne am Flusses La Plata, die Kunde flog durch das ganze Land. Das erste gewonnene Gefecht- auch des geringeren Umfang- hatte eine große politisch Bedeutung, die Moral der Rebellen wurde da durch gestärkt und die Bevölkerung wurde überzeugt das die Behauptung des Batista Regiem die Rebellen nicht zerschlagen sind.

Die Guerilleros hatten ohne eigene Verluste Waffen und Munition erbeutet und die Ersten Gefangenen Gemacht.
Und mit ihrer Freilassung und medizinischer Hilfe der Verwundeten des Gegners Legte Fidel Castro die Grundlage für die Tradition einer Humanen Behandlung der Gefangenen an, die sich die Rebellenarmee während der ganzen Kriegsjahre Hielt! Das würgte sich auf die  Batista-Truppen sehr Demoralisierend aus und für die Kubanische Bevölkerung löste das eine sehr hohe Bewunderung  aus  für die Guerilleros aus! Wo hin gegen Gefangene Rebellen von den  Barista-Scherken gefoltert und umgebracht wurden. Die  Batista-Truppen begannen rund 6000 Bauern aus den Raum der Sierra maestra zwangsweise aus zu siedeln, da mit sie die Rebellen nicht mehr unterstützen konnten.
Später wurde der Sender „Radio Rebelde“ aufgebaut und in Betrieb genommen. Dank diesem Sender blieben zahlreiche Dokumente erhalten.

Die ersten Erfolge der zahlenmäßig noch relativ schwachen  Rebellenarmee wurden in breiten Schichten der kubanischen Gesellschaft und in erster Linie von den werktätigen massen begeistert aufgenommen.

Blas Roca  Am Anfang ergriffen wir Praktisch keine Initiative um diese zu fördern. Die Perspektive, dass diese Kämpfe und ein langanhaltenden Generalstreik in einen Allgemeinen bewaffnenden  Aufstand münden würde, wurde als etwas betrachtet, das spontan vor sich gehen könnte. Das war ein Fehler. Im verlauf des Kampfes über wand die SVB die unterlaufenen Fehler, würdigte in vollem Umfang das historische Verdienst Fidel Castros als Mittel zum Sturz der Batita- Tyrannei, trat konsequent für den Zusammenschluss der revolutionären Kräfte ein und Beteiligte sich aktiv an der Entwicklung des  revolutionären Prozesses.

September 1957 kam ein se zu Aufstand von Angehörigen der Kriegsmarine. Die aufständischen Seeleute besetzten den Marinestützpunkt in Cienfuegos. Da die Aktionen in anderen Städten ausblieben, wurde ihr widerstand durch die eingetroffenen Verstärkung der Regierungstruppen gebrochen. Die Stadt wurde der Brutalität in nichts ihresgleichen ausgesetzt. Mehr als 600 Menschen wurden umgebracht, Dutzende lebendigen Leibes begraben.

Obgleich die Kämpfe  sehr schwer und die Verluste hoch waren, Kontrollierte die Rebellenarmee Ende 1957 den gesamten Raum der Sierra Maestra.  März 1958 stiegen erstmalig  die Rebellen von den Bergen in die Ebene.
Erreichten gegen ende des Monats die dichten Wälder im nördlichen teil der Provinz Oriente. Damit war die Zweite östliche Front geschaffen. Neun Monate später kontrollierte die Zweite Front fast die gesamte Provinz Orirnte Im Zentrum der Insel, in den Escambraybergen, entstanden neue Herde des Widerstandes gegen die Batista- Diktatur. In den Provinzen Camagüey und Pinar del Rio kam es zu bewaffneten  Zusammenstößen mit Regierung Truppen.

Die bäuerlichen massen  Kubas unterstützen die Rebellen in allen Etappen des revolutionären Kampfes.
Die Führer der Rebellenarmee taten ihrerseits alles, um schon während des Krieges die Lage der Bauern zu erleichtern

Die Arbeiterklasse Kubas erwies der Rebellenarmee eine wirksame und ständig eine wachsende Hilfe, spielte in der Schlußetappe des bewaffneten Kampfes eine entscheidende Rolle gegen das Batistas Regim. Von großer Bedeutung war von den Arbeitern gegen Batista selbst dann, wenn sie lediglich mit Streik drohten, das fesselte beträchtliche Streitkräfte des Tyrannen.

Die Batista-Clique hat während der ganzen sieben Jahre ihrer Herrschaft die Kommunisten erbittert verfolgt, hatte eine gehässige antikommunistische Kampagne betrieben.

Frank Pais Führer der illegalen „Bewegung des 26.Juli“ Rebellenarmee  war am 30. Juli 1957 in Santiago de Cuba von Batistas Schergen ermordet worden. Mehr als 40 000 Menschen  nahmen an Frank Pais Beisetzung teil.  Und mündete in dieser Stadt in ein Generalstreik. Mehrere Tage lang streikten die Kubaner von Santiago de Cuba, Havanna, Manzanillo, Palma Soriano, Santa Clara und in anderen Städten.

Im November 1957 rief die Nationale Führung der „Bewegung des 26.Juli“ zur Schaffung der Nationalen Arbeiterfront auf. Das bedeutete eine Annäherung der Standpunkte der „Bewegung des 26.Juli“  und der SVP in der Frage des Streikkampfes im revolutionären Prozess. April 1958 in der Provinz Oriente war es zu ein erfolgreichen Streikaktion gekommen. Die Arbeiter der Stadt Sagua La Grande in der Provinz Las Villas. Sie bemächtigten sich der Stadt.  Batistas Luftwaffe bombardierte die Stadt. Nach der Niederschlagung des Streiks richtete das Batistas Regim ein Massaker unter den Beteiligten an. Über eintausend Menschen wurden hingerichtet.

Nach der Niederlage des Aprilstreiks von 1958 hielt das Batistas Regim den Augenblick gekommen den Kampf gegen die Rebellenarmee zu konzentrieren und diese zu vernichten.  Mit dieser Verwirklichung des Planes zur Vernichtung der Rebellenarmee, gingen gleichzeitig Massenterror einher. Überall im Lande wurden kubanische Patrioten  mit beispielloser Brutalität gefoltert, sowie Massenmorde an unzähligen Einwohnern verübt.

Am 15 Mai 1958 begann die Offensive der die  Batista-Truppen gegen die Guerilleras in der Sierra Maestra. Doch das Oberkommando der Rebellen Gruppierte die Einheiten um. Später gingen die Rebellen zum Gegenangriff über und säuberten innerhalb von 35 Tagen den Raum der Sierra Maestra von den  Batista-Truppen  Der Gegner hatte rund 1000 Tote und Verwundete. Mehr als 400 Soldaten und Offiziere gefangene genommen.
Im Juli 1958 traf das Mitglied der Führung der SVP, Carlos Rafael Rodriguez, in der Sierra Maestra ein und Vertreter des Studentenbundes FEU ein.

Die von den Rebellen gefangengenommenen  Soldaten der Batista-Truppen erhielten die Verwundeten stets medizinisch Hilfe. Die Gefangenen wurden nach ein Gespräch freigelassen. Diese humane Politik kontrastierte auffallend mit dem Verhalten der Batista-Offiziere. So wurde die Moral der Batista-Armee  untergraben. Von Ersten  Gefecht 1957 Gefangenen bis ende des Krieges wurden sie sämtlich freigelassen. Bis August 1958 waren es mehr als 600 Mann . Wir töteten die Gefangenen nicht“, bemerkte Fidel Castro, weil wir den schändlichen und niedrigeren Taten der Mörder und Henker des Batistas Regim das humane Verhalten unserer Kämpfer entgegenstellen wollten. Die von den Rebellen freigelassenen Gefangenen wurden nicht mehr in den kämpfenden Einheiten belassen, damit sie nichts über die Rebellen erzählten konnten. Aber auch diese Maßnahme nutzte nichts. Die ehemaligen Gefangenen konnten aber das großherzige Verhalten nicht vergessen!
Und so dringe das verhalten der Rebellen zu fast allen Batista Soldaten durch. Viele begriffen , das die Rebellen einer gerechten Sache dienten, und gingen auf die Seite des Volkes über.

Die völlige Zerschlagung der Batista-Offensive in der Sierra Maestra, ging in die Initiative der Rebellen über.

Im August 1958 fasste das Oberkommando die Kampfhandlungen über die Provinz Oriente hinauszutragen.
Der Batista Diktatur den entscheidenden Schlag zu versetzen.  Aus kampfgestählten Rebellen begann der außerordentliche schwierige Marsch durch die Camagüeyebene zur Provinz Las Villas.

Eine der Hauptursachen für den Erfolg des Marsches der  Guerilleros war die Unterstützung durch die ortsansässige Bevölkerung. Die erste  Stadt war Fomento 18. Dezember 1958 was die Rebellen Befreiten. Die Rebellenarmee setzt die erfolgreich begonnenen Operationen fort und befreite eine Stadt nach der anderen. Die Stadt Santa Clara wurde am 1.Januar von den Rebellen Einheiten unter Che Guevara und Camilo Cienfuegos mit Hilfe der Stadtbevölkerung Befreit. Am 1. Januar die von Fidel Cstro geführten Rebellen Einheiten, von der jubelten Bevölkerung empfangen, in Santiago de Cuba, ein. Der Diktator Batista, der Henker des kubanischen Volkes. Und am 2. Januar rückten die Einheiten unter Che Guevara und Camilo Cienfuegos gegen die Hauptstadt Havanna vor. Die Einwohner der Stadt bereiteten ihren Befreiern einen begeisterten  Empfang.
Der Versuch des Obersten Barquin, eine neue Militärjunta zu bilden, Mißlang. Das Volk Kubas reagierten unverzüglich auf den Appell der Führung der Rebellenarmee, der SVP und der FONU, den Generalstreik auszurufen, allen Umtrieben der Reaktionäre ein Ende zu setzen und die ganze Macht der Rebellenarmee zu übergeben. Der Generalstreik dauerte sieben Tage. Fidel Castro zog  mit den Rebellen Einheiten durch das ganze Land von Santiago de Cuba bis nach Havanna und Traf am (.Januar in der Hauptstadt ein Am 16. Februar wurde Fidel Castro zum Ministerpräsident von der Revolutionäre Regierung Ernannt.

1961 Abwehr der Invasion von Exilkubanern bei Playa Giron (Schweinebucht) Nach Bombenangriffen auf die Flugplätze von San Antonio und de los Banos. Die Empörung über die Bombenangriffe auf die Flugplätze erleichterte es, die bevölkerung für den direkten Einsatz gegen den Feind zu Mobilisieren. Am dritten  Tag wurden 5 Flugzeuge abgeschossen und versenkten 4 Schiffe des Feindes.Nach nur 72 stunden erbitterten Kampfes der Sieg errungen.   1200 Söldner wurden gefangen genommen.
Neugründung der Kommunistischen Partei Cubas durch den Zusammenschluss aller politischen Organisationen, die die cunaniche Revolution unterstützen. Kommunistischen Partei hat heute über 400 000 Mitglieder.

Seit dem Sieg der Sozialistischen Revolution und dem Sturz des faschistischen Diktators Batista im Jahre 1959 existiert in Kuba ein geradezu einmaliges Sozial- und Gesundheitswesen. Unfall-, Kranken-, Renten-, Pflege-, und Arbeitslosenversicherungen existieren für jedermann und werden nicht durch Abgaben sondern durch Steuern von allen, auch von den Betrieben, finanziert. Dadurch ist es möglich, jedem Kubaner eine umfassende Gesundheitsfürsorge zu garantieren. Operationen sowie bezahlter Urlaub im falle eines Unfalles sind hier inbegriffen.

Nach der Revolution wurden Lehrer in alle ländlichen Gebiete ausgesandt, um das dort herrschende Analphabetentum zu bekämpfen. Während der Herrschaft Batistas konnten nur wenige Kubaner lesen und schreiben, hauptsächlich in den Städten und dort, wo die Amerikaner es für nötig hielten.

Doch leider gilt auch für Kuba das Sprichwort "Es kann der Kleine nicht in Frieden leben, wenn es dem großen Nachbarn nicht gefällt". Schon 1960 begann der Versuch der USA, das revolutionäre Kuba durch militärische Aggression, Wirtschaftssanktionen, Sabotageakte und eine feindselige Hetzkampagne zu erdrosseln.

 
    

Fidel Castro auf einer Ehrenbüne, „da Fragte einer“
„Was lesen Sie gerade?“
„Ich lese Lenin und die Heilige Schrift.“
„Glauben Sie an Gott?“
„Ja was soll ich da sagen. Ich glaube, daß es noch irgend etwas oder irgendwen gibt, der mehr weiß als wir. Und da suche ich, was Lenin sagt und was Gott sagt. Aber ich merke mit Schmerzen, daß Gott oder seine Interpreten lügen. Ich meine, daß Lenin die Wahrheit Sagt.“

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Dienstag, 21. Feb 2006 um 10:28:31 CEST
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Thema:
Ja! Aber soziale Leistungen fallen nicht vom Himmel.
 
Eintrag:

Ja! Aber soziale Leistungen fallen nicht vom Himmel. Sie müssen erarbeitet werden. "Kostenlose Milch für Kinder" ist kein Argument für die in Abbruchhäusern Lebenden, für die mit Technik von 1950 arbeiten Müssenden. Kuba zehrt seine Substanz auf. Lange kann das nicht mehr gut gehen."

Die Parteitags- und Rechenschaftsberichte des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands begeisterten mich immer wieder aufs Neue. Noch im letzten Jahr der DDR, als das Zentralorgan der SED, DAS NEUE DEUTSCHLAND, das brachte mich nicht zum Grübeln. Wenn sozialistische Führungen eines richtig gut können, dann ist es die Realität schönreden. Während in Berlin das Nikolaiviertel zum Vorzeigeobjekt renoviert wurde, fehlte in meiner Heimatstadt das Geld, um Schornsteine auf Wohnhäusern zu reparieren.

Ich traue dem Massimo Leader inzwischen nicht weiter als dem großen Saarländer Erich Honecker. Tut mir leid."
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Kuba zehrt von seiner Substanz? Du bist wohl schon lange nicht auf den laufenden, bist wohl noch in den Jahren 1993-1995 stehen geblieben? Mit Technik der 1950 Jahre? Du schaust wohl den Weltspiegel dir immer von ARD und von MDR die Windrosse an ?

Ja ich habe da, auch ein Bericht so etwa aus den Jahren 1995-96 gesehen, in den sie eine Zuckerfabrik mit Technik der 1950 Jahre zeigten, was soll den das aber schon beweisen? Das es in Kuba nur Technik aus den 1950 Jahren gibt? Das sie ein Bericht von der Zuckerfabrik mit Technik der 1950 Jahre zeigten? Du tust pauschalieren und meinst nun etwa das alle Technik aus der 1950 Jahre stammen würden? Du hast wohl die neue Techniken, Neue Anlagen und Neue Fabriken vergessen, die sie aus der DDR, der UdSSR und den anderen RGW Staaten Gekauft hatten. Wie zum Beispiel Neue Zementfabrik, Medikamenten Fabriken, Elektronik so weiter und sofort. Meinst du die Technik ist nach, 1990 in Kuba einfach verschwunden?

Ja ich habe da, noch ein Bericht so gesehen etwa aus den Jahren 1995-96 Da zeigten sie ein Haus in Havanna mit Fässern in denen sie Regenwasser sammelten und die Journalisten Kanalje sagte sie müssten es sammeln um in Haushalt Wasser zu haben, in den Bericht kam noch vor, da zeigten sie die Landschaft aus Kuba und die Journalisten Kanalje sagte, die Kommunisten sind noch nicht ein mal in der Lage die Menschen zu Ernähren zu können, Und die Zuschauer sollen zu den Schluss kommen, da seht die Kommunisten Schweine sind noch nicht mal in der Lage ihre Bevölkerung zu Ernähren, das machen sie aber mit absichtlich die Umstände weggelassen, und nicht warum weshalb das es so ist.

Gorbatschows annullierte 1989/90 alle Verträge. Ja das war für Kuba eine schwere Zeit, Ohne Erdöl kein Benzin und Diesel, ohne Diesel konnten keine Traktoren und Erntemaschinen in Einsatz kommen, und kein Kunstdünger Produzieren um einiger maßen über die runden zu kommen, mussten für einige Jahre wieder Ochsen vor den Pflug gespannt werden, und Gemüse und Kartoffeln wurden in den Städten in Parkanlagen angebaut werden. Und da für musste Regenwasser in den Fässern sammelt werden. Und das hat die Journalisten Kanalje mit absichtlich weggelassen und schon kommt ein ganz anderes Bild heraus.


Kuba zehrt seine Substanz auf? Es zehrt nach 15 Jahren immer noch von seiner Substanz? Nach Ein- Zwei Jahren vielleicht, dann ist es aufgebraucht.

In meinen Artigel “Ab 1989 hatten für Kuba dramatische Konsequenzen.” Kann man am Bruttoinlandsprodukt erkennen das sich ab 1994 wieder der Trend umkehrte. Wen es immer noch von der Substanz zehren würde, da müsste sich die Wirtschaft weiter sinken und nicht steigen. Auch ohne der RGW Staaten die es nicht mehr gibt, erholt sich die Kubanische- Wirtschaft wieder.

Ja die Kostenlose Milch für die Kinder musste von ein halben Liter Milch von 9 Lebensjahr auf das 7 Lebensjahr gesenkt werden, nach dem die Bundes Regierung unter Helmut Kohl die Verträge annullierte. Die DDR Lieferte Zwanzigtausend Tonnen Trocken Milch nach Kuba und die DDR bekam Futterhefe, Spanplatten dafür. Anmerkung die Spanplatten wurden aus Zuckerrohr Abfellen hergestellt, die hatten eine besonders hohe Festigkeit, ich habe immer noch Stühle die daraus hergestellt sind, die sind bis jetzt noch Gans.

"Ich traue dem Massimo Leader inzwischen nicht weiter als dem großen Saarländer Erich Honecker. Tut mir leid." Du Knast doch nicht den Genossen Erich Honecker mit den Genossen Fidel Castro Vergleichen.

Vergleiche bitte ein mal den Artigel dazu „Das Jahr 2005 in Kuba - ökonomische Ergebnisse da wirst du doch den unterschied erkennen.„
Dann lese bitte ein mal diese Artigel noch dazu, Danke.
“Ich wähle NPD, DVU oder REP, da wird alles besser.”
“ Ein Paar Gründe des bisherigen Sozialistischen Niedergang.”

Der Hauptfaktor war, dass Gorbatschows falsche politische und wirtschaftliche Entscheidung die Sowjetunion ökonomisch zu Grunde richtete. Die Betriebe wussten nicht woran sie waren, und da versank die UdSSR in dem Wirtschaftschaos. Durch das saudumme Verbrecherische Verschweigen unserer Parteibonzen der Satellitenstaaten der SU, sie taten so als gäbe es keine Wirtschaftskrise.

Sie verschwiegen dass die UdSSR Mitte der achtziger Jahre weniger Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Eisenerz, in die RGW Länder lieferte. Die RGW Länder da durch nicht genug Güter produzierten. Sie taten so, als wären die Pläne in den letzten Jahren erfüllt gewesen. Heimlich die Pläne senkten und dadurch scheinbar die Pläne erfüllt wären. Nur einer wagte es dem Volk die Wahrheit zu sagen, und das war Fidel [Castro]; er forderte öffentlich die Sowjetregierung auf, die wirtschaftlichen Verträge einzuhalten, und im besonderen das Erdöl Vertragsgerecht zu liefern. Anmerkung: Mitte der achtziger Jahre war Gorbatschow an der Macht


Am 2.Dezember 1986 vor der Nationalversammlung Kritisierte Genosse Fidel Castro, Gorbatschows politische und Ökonomische Perestroika. Mit Besorgnis betrachtete die Kubanische Führung, was ihre Schutzmacht im Namen von Perestroika anstellte, wie sie politisch und wirtschaftlich verfiel und der Westen immer mehr Einfluss gewann. Gorbatschows Perestroika nachzuahmen, kam für die sozialistisch Kubanischen Revolutionäre mit intaktem Überlebenswillen nicht in Frage. Die Bevölkerung war im höchsten Grade von Castros Kritischen Äußerung, über Gorbatschow einverstanden. Man hatte auch die aktuelle sowjetische Führung satt. Gorbatschow hat geschafft, was die ganze CIA nicht geschafft hat. Der Gorbatschow serviert den George Buch (Senior) seinen gerösteten Arsch zum Mitternachtssnack und läßt uns in Stich.


Genosse Fidel Castro Kritisierte schon immer die sowjetische Führung.
In der Granma kann man es nach Lesen. Granma ist das offizielle Organ der Kommunistischen Partei Kubas und zugleich die größte Tageszeitung des Landes.

Ja es stimmt Castro forderte öffentlich die Sowjetregierung auf, die wirtschaftlichen Verträge einzuhalten, und im besonderen das Erdöl vertragsgerecht zu liefern. Die Sowjetregierung drosselte die Öllieferungen von 12 Millionen Tonnen auf 8 Millionen Tonnen, darauf hin kaufte Kuba zum Beispiel 1 Millionen Fahrräder aus China ein.

Als Gorbatschows 1989 alle Verträge annullierte und Kuba über Nacht in das wirtschaftliche Chaos stürzte Und dann der Zerfall des Ostblocks und die Auflösung der Sowjetunion, ist die Karibikinsel dabei, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Mit Erfolg:

Ja das war Gorbatschows Sowjetunion seine ab Sicht gewesen. Gorbatschow drosselte die Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Eisenerz, und so machte er die anderen RGW Länder politisch kaputt, weil er wußte das die RGW Länder es verschwiegen und die Lage Schönredenden werden.

Aber als Gorbatschows bemerkte das Kuba nicht wie die anderen RGW Länder Politisch kaputt geht, so annullierte er darauf hin 1989/90 alle Verträge um Kuba über Nacht in das wirtschaftliche Chaos stürzten zu können. Ja das war für Kuba eine schwere Zeit, ohne Erdöl kein Strom, ohne Strom standen die Betriebe still, und die Kühl Schränke fungsunirten nicht. Ohne Erdöl kein Benzin und Diesel, ohne Diesel konnten keine Traktoren und Erntemaschinen in Einsatz kommen, und kein Kunstdünger Produzieren um einiger maßen über die runden zu kommen, mussten für einige Jahre wieder Ochsen vor den Pflug gespannt werden, Gemüse und Kartoffeln in den Städten in Parkanlagen angebaut werden.

Warum wurde denn die Situation für Kuba nach dem Zusammenbruch der SU schwierig? Denn wen 1990 Rund 85% seiner Exportmärkte Weckbrachen ist das ganz normal, das Kuba in ein wirtschaftliche Chaos geriet. Denn so würde es ein jedes Land ergehen wen Rund 85% seiner Exportmärkte Weckbrechen würden!!!

Und Trotz der erschwerten Wirtschaftslage wurde keine einzige Schule und keine einziges Krankenhaus geschlossen. Der Zahnersatz ist immer noch Kosten los.

Von 1989/93 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um mindestens 35%. Dieser Trend kehrte sich 1994 wieder um. Das reale BIP-Wachstum betrug offiziell: 1994: 0,7%; 1995: 2,5%; 1996: 7,8%; 1997: 2,5%; 1998: 1,2%; 1999: 6,2%; 2000: 5,6%; 2001: 3%, 2002: 1,1%, 2003: 2,6%, 2004: 3,0%, 2005 etwa: 11,8%

Kubas Wirtschaft erholt sich wider ohne die Ostblock Länder und trotz der verschärften Wirtschaftsblockade der USA!

unsere zeit - Zeitung der DKP 4. August 2000
Kuba – ein Phönix aus der Asche?
Nachdem Gorbatschows Sowjetunion 1989/90 alle Verträge annullierte und Kuba über Nacht in das wirtschaftliche Chaos stürzte, ist die Karibikinsel dabei, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Mit Erfolg – denn auch die deutsche Wirtschaft beginnt ihr Interesse an Investitionen auf Kuba zu entdecken.

Ein kleiner Tipp, wenn du wider bei den Bürgerlichen Medien, etwas siehst oder liest dann erinnere dich an diese Drei Aussagen.

Karl Marx "De omnibus dubitandum" - "An allem ist zu zweifeln".

Schließlich ist nicht alles, was oberflächlich klar erscheint, auch wirklich immer so klar. Und nicht alles, was Menschen anderen Menschen als Tatsachen verkaufen, stimmt auch. Quelle: Manifest der KPP

Von mir:
Man sieht die Sonne in Osten über den Horizont aufgehen und am Firmament Wandern und im Westen unter gehen, nach der einfachen und Naheliegenden Logik. müsste sich da die Sonne um die Erde drehen, was ja aber bekanntlich nicht stimmt. Die Natur gaukelt uns was vor, was nicht der Wahrheit entspricht! Auch in der Politik und Wirtschaft gibt es solche Erscheinungen. Du, sollst nicht von vornherein alles glauben, was dir Politiker, die Massenmedien erzählen. Meinungen müssen geprüft werden, und erst wenn die Praxis beweist, das sie mit den Realitäten des Lebens übereinstimmen, sollst du sie annehmen und verteidigen.

Herzliche Grüße Willi

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Dienstag, 14. Feb 2006 um 4:15:54 CEST
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Thema:
US-Kreuzzug gegen Reistöpfe
 
Eintrag:

US-Kreuzzug gegen Reistöpfe
24.10.2005
Als Fidel Castro im Sommer verkündete, jedem kubanischen Haushalt sollte ein energiesparender Reiskochtopf zur Verfügung stehen, versuchte man in westlichen Medien dies ins Lächerliche zu ziehen. Ernste Maßnahmen ergriff dagegen die US-Regierung. Die Verhinderung der kubanischen Errungenschaft erhielt erste Priorität und sofort wurde drei mexikanischen Firmen die Lieferung von Rohstoffen untersagt, welche zur Produktion von 3 Millionen Reiskochtöpfen nach Kuba exportiert werden sollten.
Die mexikanische Firma VAFE S.A. hatte zwar 2005 Kuba ein Angebot gemacht, sah sich aber nun gezwungen, dieses zurückzunehmen, da das Material ursprünglich aus den USA stammte. Die Kubaner beschlossen daraufhin, die Technologie zu ändern und das benötigte Produkt Fenol durch Polypropylen zu ersetzen. Man bat also die mexikanische Firma INDELPRO um ein Angebot, welches auch einging, kurz darauf aber wieder zurückgenommen wurde, als klar war, dass Kuba der Empfänger sein sollte.

Daraufhin schloss Kuba einen Vertrag über den Kauf von 185.000 Reiskochern der Marke EKCO ab. Die Geldüberweisung sollte über die mexikanische Bank BANAMEX, eine Filiale der CITIBANK gehen. Nicht sehr überraschend kam auch diese mexikanisch-kubanische Operation auf Druck der US-Behörden nicht zustande. Nun wird man in Kuba andere Bezugsquellen für die benötigten Materialien suchen.

Quelle: Cuba Info Augsburg
http://www.redglobe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=324&Itemid=65

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Dienstag, 14. Feb 2006 um 3:58:04 CEST
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Thema:
Linkspartei gegen Cuba: Es war kein Ausrutscher
 
Eintrag:

Linkspartei gegen Cuba: Es war kein Ausrutscher     
13.02.2006 
Die Unterstützung von drei Linkspartei.PDS-Abgeordneten im Europaparlament für eine antikubanische Resolution und die Enthaltung von zwei weiteren Parlamentariern sorgt in den Reihen der Partei weiterhin für Unruhe. Dabei wird zunehmend deutlich, dass zumindest ein Teil der Parteiführung die antikubanische Haltung von André Brie, Gabriele Zimmer, Helmuth Markov, Sylvia-Yvonne Kaufmann und Feleknas Uca teilt und unterstützt. So veröffentlicht das der Partei sehr nahestehende Online-Magazin "LinksZeitung" einen Kommentar unter dem Titel "Rosa Luxemburgs Mahnungen gelten auch für Fidel Castro". Mit Blick auf die ablehnende Haltung von Sahra Wagenknecht, die als einzige anwesende ParlamentarierIn gegen die antikubanische Resolution gestimmt hatte, heißt es in dem Kommentar: "Wagenknecht erinnert damit an düstere, längst geschlossen geglaubte Kapitel der Linken. Denn exakt so haben manche Linke stalinistische Auswüchse in Osteuropa über Jahrzehnte hinweg zu rechtfertigen gesucht. Es fragt sich, welche der zweifelsfrei vorhandenen kubanischen Errungenschaften die Einschränkung demokratischer Freiheitsrechte rechtfertigt?
Angeblich wurde einigen der nun betroffenen kubanischen Dissidenten Kontakte nachgewiesen, die ins terroristische Milieu reichen. Nur, beruhen diese Behauptungen auf Ermittlungen neutraler Dienststellen? Gibt es Beweise, die über Zweifel erhaben sind? Trifft solches auf alle Castro-Kritiker zu? Realistischerweise müssen solche Fragen verneint werden."

Aha, es gibt also den verdeckten Krieg der USA gegen Cuba nicht, gegen den sich Cuba wehren muß? Es hat weder die Hunderten von Mordanschläge auf Fidel Castro gegeben, noch die offenen Drohungen, noch die Invasion in der Schweinebucht, noch die Angriffe mit biologischen Waffen, noch die Bombenanschläge auf kubanische Hotels? Es wird nicht von den USA ein Terrorist - Luis Posada Carriles - beschützt, während die exil-kubanischen Terrororganisationen in Miami ungehindert agieren können? Schlaft ruhig weiter...

Der Karrieristen-Nachwuchs zeigt, dass er schnell gelernt hat. Der Vorsitzende der Jungen Linken.PDS Berlin-Brandenburg, Dominic Heilig, kritisiert nicht die Veranstwortlichen, sondern kritisiert die Kritiker und fordert Tobias Pflüger wegen dessen Protest gegen die antikubanische Haltung seiner Parlamentskollegen zum Austritt aus der Linksfraktion auf: "Der Kollege Pflüger kann offenbar nicht mit Meinungen umgehen, die seiner eigenen widersprechen", tönt Heilig. "Konsequent wäre es dann, die Gruppe möglichst schnell zu verlassen. Schließlich ist die Linkspartei nicht wegen Pflügers Charisma und Ego im Europaparlament vertreten. Vielmehr ist Pflüger Abgeordneter, weil es die Linkspartei und ihre erfolgreiche Politik gibt", so Heilig weiter. Er vergaß hinzuzufügen, dass diese Linkspartei möglicherweise auch wegen ihrer in der Vergangenheit grundsätzlich solidarischen Haltung gegenüber Cuba gewählt wurde. Dafür spielt er den Naivling, der nichts versteht: "Auch inhaltlich bleibe Pflügers Kritik unnachvollziehbar: Gerade in einer sozialistischen Gesellschaft wie der kubanischen ist es richtig und angebracht, auf die Menschenrechtssituation hinzuweisen. Fidel Castro hat in dieser Frage keinen Kredit. Wenn das Herrn Pflüger nicht passt, muss er eben gehen". Und deshalb marschieren wir im Gleichschritt mit der extremen Rechten. So läßt sich auch ein Einmarsch der USA rechtfertigen.

Unterdessen haben sich Mitglieder der Kommunistischen Plattform mit einem Offenen Brief an den Bundesvorstand der Linkspartei gewandt, in dem sie ein "deutliches Wort" zu der Debatte verlagen: "Es wäre zum Beispiel das richtige Signal, dem Abstimmungsverhalten Sahra Wagenknechts öffentlich zuzustimmen."


Quellen: LinksZeitung, junge linke bb - Zusammenfassung und Kommentierung: RedGlobe

www.RedGlobe.de

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Montag, 13. Feb 2006 um 14:42:17 CEST
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Thema:
Cuba Sí Milchprojekt - Allgemeine Informationen
 
Eintrag:

Cuba Sí Milchprojekt - Allgemeine Informationen 


Die Geschichte der kubanischen Landwirtschaft
Die Hintergründe zum Milchprojekt

Hier findet ihr eine kurze Darstellung der Entwicklung der kubanischen Landwirtschaft ab 1959.

Sofern nicht anders gekennzeichnet sind die Informationen aus dem Oxfam America Report: "Cuba going against the grain" von Minor Sinclair und Martha Thompson (Juni 2001) entnommen.

(Auch zum downloaden als pdf-Dokument.)

Situation 1959
Nach der Revolution
Die 60- er und 70- er
Die Krise
Die neue Landwirtschaftspolitik
Ergebnisse und Zukunft


Situation 1959:

Dominanz US-amerikanischer Unternehmen
8% der Bauern kontrollierten 70 % des Landes
Kubaweit nur 45.000 Kleinbauern (bis zu 100 ha)
Anbau vorrangig von Monokulturen (z.B. Zuckerrohr)
Import des Grossteil der benötigten Nahrungsmittel
Landbevölkerung:
Lebte von Saisonarbeit (3 Monate im Jahr)
Ohne Strom und fliessend Wasser, kein Zugang zu Schulen und Gesundheitseinrichtungen
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Nach der Revolution

Die erste Agrarreform (Mai 1959):
Begrenzung von privaten Landbesitz auf 405 ha/Person
Verstaatlichung der grossen Plantagen (44% des Weide- und Ackerlandes staatlich)
160.000 Kleinbauern mit höherem Einkommen
Saisonarbeiter wurden ganzjährige eingestellt, erhielten soziale Absicherung, Unfallversicherungen, freien Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und Schulen
Die zweite Agrarreform (1963):
Begrenzung von privaten Landbesitz auf 67 ha/Person
63% des urbaren Landes in staatlichen Besitz
Die 160.000 Kleinbauern verfügen über 20 % des Landes und sind in der ANAP zusammengeschlossen
Seit 1965 dürfen Ausländer kein Land besitzen
ANAP

Nationale Vereinigung der Kleinbauern
(Asociación Nacional de Agricultores Pequeños)
Interessenvertretung der CPA, CCS und nicht organisierten Kleinbauern, die auch Dienstleistungen wie Weiterbildungskurse anbietet
Handelt oft direkt mit dem Staat über Preise und Kredite
Mitglieder der ANAP produzieren:
2% des Gemüses,
67% des Getreides und
85% des Tabaks
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CCS

Sind Kredit- und Dienstleistungskooperativen
(Cooperativa de Crédito y Servicio)
Bearbeitung des Landes durch Familienangehörige oder angeheuerte Arbeitskräfte
Die Mitglieder besitzen ihr Land, können es an Angehörige vererben oder an den Staat verkaufen
Die Kooperative führt Verhandlungen mit dem Staat über Inputs, Dienstleistungen und Kredite
Heute: 2556 Kooperativen mit je 10 - 40 Mitgliedern bewirtschaften ca. 12 % des Landes
CPA

Sind Landwirtschaftliche Produktionskooperativen
(Cooperativa de Producción agraria)
Das Land ist im Besitz der Kooperative und wird kollektiv bearbeitet, die Mitglieder täglich entlohnt
Den Mitglieder werden Dienstleitungen (Wohnung, Transport) gestellt und die Gewinne der Kooperative werden jährlich unter den Mitgliedern aufgeteilt
Die Kooperative führt Verhandlungen mit dem Staat
Heute: 1133 Kooperativen mit je 40 - 300 Mitgliedern bewirtschaften ca. 10 % des Landes
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Die 60- er und 70- er

Verbesserung der ländlichen Infrastruktur:
Strom- und Wasserleitungen bis in Bauernhäuser
Verbesserung der hygienische Bedingungen,Malaria und Tuberkulose werden eingedämmt
Kostenlose Nutzung von Schulen und Gesundheitseinrichtungen, Möglichkeit eines Studiums auch für Bauernkinder
Kulturelle Einrichtungen auch auf dem Lande, Bauern besitzen Kühlschränke und Radios
Die Lebensmittelkarte sichert billige Lebensmittel und Milch für Kinder, Schwangere und Alte

Landwirtschaft:
Hauptaufgabe: Produktion von Exportgütern (z.B. Zuckerrohr)
Hoher Einsatz von importierten chemischen Düngern, hoher Mechanisierungsgrad
Benötigte Lebensmittel werden importiert
Abhängigkeit von importierten Inputs
Anfälligkeit gegen Veränderungen des Weltmarktes und der Handelsstruktur

Nur möglich durch generöse Tauschkurse der UdSSR
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Die Krise

1990 Zusammenbruch des Ostblocks:
Wegfall von 80 % des Exportmarktes und 80 % der Importe von heute auf morgen

Wegfall der chemischen Düngemittel, des Kraftfutters, der Veterinärmedikamente und der Ersatzteile für Maschinen und Bewässerungssysteme
Beispiel: nur noch 22 % des Milchpulvers konnten importiert werden
Absinken der Pro- Kopf- Kalorienaufnahme:
Jahr

1989

1995

Proteine

2.908 cal/d

1.863 cal/d


Programme:
Lebensmittelsicherung für Kinder, Schwangere und Alte
Lebensmittelverteilung über Libreta (reicht 10- 14 Tage)
Die Lebensmittelbeschaffung wird zur Hauptbeschäftigung und verbraucht bis zu 66 % des Lohnes.

Verschärfung der Krise durch die Blockade :

Beispiel: Cuban Democracy Act 1992
Schiffen, die in Kuba angelegt haben, ist es für 180 Tage untersagt US-amerikanische Häfen anzulaufen

Verschiffungskosten stiegen um 43 %

Helms-Burton-Gesetz 1996
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Die neue Landwirtschaftspolitik

Die dritte Agrarreform (1990-er):
Umorientierung der Landwirtschaft hin zur Selbstversorgung aus eigenen Mitteln
1993: Aufgliederung von vielen grossen staatlichen Betrieben in UBPC
1. Oktober 1994: Eröffnung von 121 Bauernmärkten
Etablierung von Organopónicos (städtische Gärten)

Selbstversorgung
Kuba, das weltweit grösste „organische Experiment“:

Weiden ersetzen das Kraftfutter,
Ochsen ersetzen die Traktoren

Umfassendes Boden- und Wassermanagement
Verzicht auf Chemikalien
Biologische Plagenkontrolle
Verwendung von Gründüngung
Etablierung von Biodiversität

UBPC
Sind Basiseinheiten der Kooperativen Produktion
(Unidades Básicas de Producción cooperativa)
Land bleibt Staatsbesitz, wird aber unbefristet und kostenlos an die Kooperative verpachtet
Kooperativen schliessen Verträge über Produktionsquoten und Inputs mit dem Staat
Mitglieder besitzen und leiten den Betrieb, wählen ihr Management, verdienen individuellen Lohn je nach ihrer Beteiligung an der Arbeit
Vorteile:
Dezentralisierte Strukturen
Kleinere, besser zu managende Betriebe mit grösserer Eigenverantwortung für Produzenten
Zentrale Planung und Verwaltung der Lebensmittelproduktion auch hinsichtlich des Boden- und Wassermanagements, der Plagenkontrolle und der Biodiversität bleibt erhalten
Heute:
122.000 Menschen in Kuba arbeiten in UBPC
produzieren in der Regel neben ihrem Hauptprodukt auch Lebensmittel zum Verkauf
UBPC haben den grössten Anteil in der kubanischen Landwirtschaft

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Bauernmärkte:
Bauern verkaufen ihre überproduktion direkt an den Konsumenten und erhöhen damit deutlich ihre Einkommen
Konsumenten zahlen durch den Staat regulierte Preise, die niedriger sind als auf dem Schwarzmarkt
Der Schwarzmarkt verschwindet
Ausserdem Möglichkeit des Verkaufs von Produkten über staatliche Agenturen an den Tourismussektor

Santa Clara


Havanna

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Organopónicos

Städtische Gärten mit Hochbeeten, die mit organischem Material gefüllt sind

Erträge: 6-30 kg Gemüse pro m²
Organopónicos produzieren 60 % des frisch konsumierten Obst und Gemüses in ganz Kuba
Verkauf auf Märkten und an kleinen Verkaufsstellen direkt am Garten
Größte städtische Agrikulturbewegung Amerikas


Situation Ende 2002:
30.000 Organopóncios
326.000 Angestellten
die städtische Landwirtschaft allein produziert 3 Millionen t Gemüse und Gewürzpflanzen (Vgl.: 1994: 4.200 t)
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Ergebnisse

Verdopplung der Gemüseproduktion von 1994 im Vergleich zu 1999
Bereitstellung tierischer Proteine verblieb zunächst auf dem Niveau von 1994
(2002 wurde mit 76,8 g/Kopf/d zum ersten Mal das Niveau von 1989 wieder erreicht. Granma, 23.12.02)
Steigerung der Milchproduktion von 1994 zu 1999 um nur 3 %
Grund: Die Umstellung auf Weidewirtschaft ohne Kraftfutterzugabe ist ein Langzeitprozess.
Zunahme der Pro-Kopf-Kalorienaufnahme und der Proteinversorgung:
Jahr


1994

2000

2004 Kalorien
[kcal/Kopf/d]

1984

2578

3305 Proteine
[g/Kopf/d]

47,7

68,3

85,5 Quelle:


Granma, 11.04.01

Granma, 11.04.01

Granma, 27.12.04


Zukunft

Abhängig davon inwiefern staatliche Souveränität bei ökonomischen Entscheidungen erhalten bleibt
Abhängig von der Entwicklung des Weltmarktes
Arbeitskräftemangel und limitierte Landreserven könnten zur Rückkehr zu alten Produktionsmethoden führen

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Name: Willi Nicke
Datum/Zeit: Montag, 13. Feb 2006 um 14:39:20 CEST
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Das Jahr 2005 in Kuba - ökonomische Ergebnisse
 
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Das Jahr 2005 in Kuba - ökonomische Ergebnisse
Bericht des Wirtschaftsministers Kubas, J. Luis Rodríguez,  vor der Nationalversammlung am 25.12.05
aus: http://www.trabajadores.cubaweb.cu/
(Bei der untenstehenden Zusammenfassung aus dem Spanischen sind die kursiven Textteile zusätzliche Bemerkungen der Übersetzerin)

BIP – Zuwachs in 2005: 11,8%, inbegriffen sind die sozialen Dienstleistungen
(Vergl.: 2004 Wachstum BIP 5%, inbegriffen sind die sozialen Dienstleistungen;    
Schätzung UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika, CEPAL, von Juni 2005:
Wachstum des BIP Kubas um 5%, ohne soziale Dienstleistungen)

BIP –Zuwachs in 2006: ca. 10% vorgesehen

Daten nach einzelnen Bereichen

Erdöl und Erdgas:

Rückgang um 3,7% (Wachstum bei Gas, jedoch Rückgang bei Erdölförderung
2006 Anstieg in Öl und Erdgas vorgesehen

2006 wird unter der Losung stehen: „Jahr der Revolution im Energiesektor Kuba

Umsetzung von Programmen im Energiesektor wird dazu führen, dass
Kuba das Vierfache an Energie produziert, das es benötigt (Nutzung von Erdgas
und Erdöl aus eigener Produktion)
Es wird keine Stromabschaltungen mehr geben
Alle Erfordernisse der Gesellschaft im Energiesektor werden sicher gestellt sein

Nickel

Hat sich als erste Exporteinnahmequelle konsolidiert, Wachstum ungefähr wie im Vorjahr bei Erlangung höherer Verkaufspreise.
Soll in 2006 um 1,1% steigen.

Industrieproduktion, insgesamt (außer Zucker):

2005: 3,2%, dabei Wachstum in 12 Industriezweigen von 20 bestehenden

Das höchste Wachstum wurde erreicht bei: 

Eisenmetallurgie (19,0%);
Alkoholische Getränke und Tabak (6,4%),
Treibstoff( 6,1%)
Man ist dabei, eine Reihe von wichtigen Produktionszweigen zu entwickeln, darunter Stahl, E-Kabel, Zement, Farbe, Schnellkochtöpfe)

2006 geplant: Industrieproduktion, insgesamt (außer Zucker) Wachstum von ca. 4,6%, darunter: Eisenmetallurgie (16%), Elektrochemie und Elektronik (13,3%), Baustoffe (20%), Konfektionsindustrie (20%), Stahl (37,8%), Zement (45,2%), Farbe (64,7%)

Tourismus
2005: Wachstum um 12,3%, wobei die Einnahmen um 10,7% stiegen. Insgesamt 2,3 Mill. Touristen

2006: Wachstum von 10% erwartet, wobei die Einnahmen um 8,1% steigen sollen

Verkehrwesen

2005: Anstieg des Gütertransport um 13,3%, Personenverkehr um 7,7%;

2006: ca. 40% Anstieg Gütertransport geplant, ca. 15,5% Personenverkehr

Hafenwirtschaft

2005 Verbesserungen bei technischen Ausrüstungen und durch den
Bau von Lagerhallen. Diese Entwicklung soll in 2006 fortgesetzt werden. Randbemerkung: In den letzten Monaten des Jahres 2005 große Aktion der Armee, um Güter (1,9 Mill. t) aus den Hafenlagern an ihre Bestimmungsorte zu bringen.

Allgemeine Einschätzung:

Güterverkehr

War über Jahre großes Problem für Volkswirtschaft. Aus diesem Grunde wird gegenwärtig ein Programm zur Wiederbelebung des Verkehrswesens umgesetzt. Ziel: Erweiterung der Kapazitäten und gleichzeitig bewußter und sparsamer Umgang mit Energieträgern -  
das heißt, insbesondere Investitionen im Eisenbahnverkehr. 

Personenverkehr:

2005: Es wurden 1000 neue Omnibusse gekauft, von denen 200 schon in Betrieb sind. Der Personenverkehr zwischen den Provinzen stieg um 49% zu 2004 (8,5 Mill. Reisende). 2006 soll er um das 1,2fache steigen.
Kontrolle Verkauf und Verteilung Treibstoffe:

In diesem Zusammenhang ist der Einsatz junger Sozialarbeiter hervorzuheben, die seit Oktober 2005 Kontrollen in diesem Bereich durchführen und dazu beigetragen haben, Fälle von Korruption aufzudecken.
Bauwesen

2006 soll dieser Bereich um 15% wachsen.

Wohnungsbau

Verweis auf  Beschluss der Nationalversammlung vom 1.9.05 zur Verbesserung des Wohnungsbaus.
Es ist vorgesehen, von 9/2005 bis 9/2006 150 Tausend neue Wohnungen zu bauen. Ab 2006 sollen pro Jahr 100 Tausend neuen Wohnungen gebaut werden.
Instandsetzungen/Modernisierungen:

Erhöhung um 64% in 2005, im Jahr 2006 um 10% geplant.


Ernährungssicherheit
2005 wurde begonnen, sowohl in der Landwirtschaft als auch Lebensmittelindustrie Prioritäten zu setzen. Dies brachte die folgenden Erfolge:  

Eiernstieg um 23,5%, in 2006 Anstieg um 18,4% geplant
Schweinefleisch: Anstieg um 24,0%, in 2006 Anstieg um 64% geplant
Kaffees wurden Investitionen in der industriellen Verarbeitung vorgenommen. In 2005  wurde begonnen, reinen Kaffee mit Preisen nach Qualität zu
verkaufen.
Gemüse/Gewürzpflanzen: Die dem Ministerium für Landwirtschaft unterstellten
Betriebe nutzen für diesen Produktion gegenwärtig 2.113 ha.
Nudeln/Spaghetti: Diese Produktion wurde im Rahmen der Ministerien für
Lebensmittelproduktion und der Landwirtschaft sowie in Betrieben der Lokalen Industrie entwickelt und erreichte 45 Tausend t in 2005 ; in 2006 soll sie auf  100 Tausend t steigen.
Joghurt u.a.: 2005 wurden Steigerung in  der Produktion von Sojajoghurt erreicht
täglich 1,5 Mill. Liter); 2006 sind Steigerungen von 63,2% vorgesehen.
Weiteres Wachstum gab es bei Konserven (Tomate, Speiseöl) Schokolade, Kakaopulver und –butter,. Bei den die Produktionskapazitäten erhöht wurden.
Weiteres:

Bohnen/Reis:

2005 wurde der Verkauf von Reis und Bohnen über die Lebensmittelkarten erhöht und dabei lokale Unterschiede beseitigt.
Die Preise für den zusätzlichen Verkauf dieser Erzeugnisse wurden erhöht und entsprechen jetzt eher den Produktionskosten, obwohl sie immer noch subventioniert werden.
Silos:

Gegenwärtig werden Silos gebaut, um ca. 500 Tausend Lebensmittelprodukte länger lagern zu können
Bananen, Knollen- und Wurzelfrüchte, Gemüse, Bohnen, Milch:

Die Trockenheit und die Hurrikane haben bewirkt, dass es erhebliche Einbrüche bei der Produktion dieser Erzeugnisse gegeben hat.
Verluste in 2005:

734 Millionen kg Wurzel- und Knollenfrüchte und andere verschiedene Kulturen;
77 Millionen Liter Milch;
57 Tausend t Körnerfrüchte
Importe von Lebensmitteln:

Die geringe Produktion hat trotzdem die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln nicht beeinflusst. Im Gegenteil, sie ist verbessert worden. Denn die Importe von Lebensmitteln sind um 43,2% erhöht worden, um Versorgungslücken und die erforderlichen Reserven aufzufüllen.
Allgemeines:

Verbrauch/Kopf/Tag: 3.356 kg/cal (1,5% höher als 2004), 88 g Proteine (2,9% höher)
Es wird betont, dass die Ernährungssicherheit in erster Linie über die Zuteilungen  (Tarjetas), über Gemeinschaftsküchen (Kantinen, Schulspeisung etc.) sowie über den Eigenanbau gewährleistet wird. 
2006:

vorgesehener Anstieg der landwirtschaftlichen Produktion (außer Zucker) um 8,1%.
Wasserwirtschaft

2003-2005 größte Trockenheit der letzten 100 Jahre. Die kritischsten Momente waren, als der Grundwasserspiegel auf 42% und Auffangbecken/Talsperren auf 26,7% ihrer Kapazität fielen; mehr 2,6 Millionen Einwohner mussten mit Wasserwagen versorgt werden.

ktueller Stand:

Grundwasserspiegel – 98%; . 
Auffangbecken/Talsperren – 77%
Gegenwärtig wird ein Investitionsprogramm mit einem Umfang von 217 Millionen Pesos (großer Teil dieser Summe in Devisen) umgesetzt, um das Wasserversorgungssystem zu sanieren. Darüber hinaus ist die Ausarbeitung eines Regierungsprogramms vorgesehen, das eine umfassende Strategie enthalten soll, um angesichts der Klimaveränderungen allseitig vorbereitet zu sein.

Kampfe der Ideen

Die zahlreichen sozialen Programme, die im Rahmen des Kampfes der Ideen ins Leben gerufen worden sind, sind in 2005 fortgesetzt worden. Sie betreffen insbesondere das Gesundheitswesen, Bildung, Sport, internationalistische Einsätze.
Diese Programm werden dazu beitragen, eine gerechtere Gesellschaft zu entwickeln und befördern, dass sich diese selbst voll entfalten kann. Es entwickeln sich Menschen (wörtl.: Humankapital) mit einem umfassenden kulturellen Niveau, mit denen wir uns schneller der Wissensgesellschaft nähern.
Nach einer Studie des UN-Programm für Entwicklung (PNUD) wird Kuba als ein Land mit fortgeschrittenem Wissenschaftsniveau eingestuft. Mit der Zahl von 548 Wissenschaftlern auf 10 Tausend Einwohnern liegt Kuba über den Durchschnitt der entwickelten Länder. 
Gesundheitswesen

Ergebnisse von Investitionen im Jahr 2005:

129 Polikliniken in der Hauptstadt mit allen neuen erforderlichen Geräten instandgesetzt, 39 weitere stehen kurz vor dem Abschluss; 2006 sollen weitere 176 fertig werden.
Das Programm für Physiotherapie steht mit 452 Einrichtungen praktisch vor dem Abschluss.
In 121 ausgewählten Krankenhäusern der Kreise wurden die Intensivstationen mit allen erforderlichen Ausrüstungen zur Lebenserhaltung und Rettung von Leben fertiggestellt. 
205 modern ausgerüstete Einrichtungen für Optiker sind fertiggestellt.
24 Augenarztzentren sollen mit Hochtechnologie ausgestattet werden.
Im Jahr 2005 erhielt die Schnelle Medizinische Hilfe (Sistema Integral de Urgencias Médicas SIUM) 400 neue Krankenfahrzeuge.
Die Produktion von Medikamenten stieg in 2005 um 26% und soll 2006 um 18% steigen.
Internationale Hilfe

Im Rahmen der Operación Milagro (Programm zur kostenlosen Augenoperation, das seit  2004  läuft) wurden 172 306 Operationen für Augenpatienten aus Venezuela durchgeführt und es konnte schon auf Patienten aus anderen Ländern Lateinamerikasund der Karibik ausgeweitet werden (Vergl.: Info über Plan 5 Millionen Operationen für blinde Menschen, http://www.cuba-si.org/ )
Gegenwärtig befinden sich mehr als 2.300 Angehörige kubanischen medizinische Personals im Ausland im Einsatz
(Weiterhin Siehe Infos/Zahlen  über internationalistische Einsätze , a.a.O.)

Bildungswesen

Fortsetzung Schulmodernisierungen/Instandhaltungen und Neubau, davon in 2005 abgeschlossen: 78 Schulen, 9 Pädagogische Hochschulen, 25 Gymnasien auf dem Land (Instituto Pre Universitario en el Campo – IPUEC), 23 stehen kurz vor dem Abschluss.
Weiterentwicklung der Programme für die Grundschulen, z.Z. 18,8 Schüler pro Klasse, dabei Fortschritte bei Einführung Englisch und PC
Sekundärstufe: erfolgreiche Umsetzung der neuen Lehrmethoden mit Hilfe von Lehrern, die nach einer umfassenden Methode ausgebildet worden sind, (profesores generales integrales PPGI) , Reduzierung Schüler auf 30 pro Klasse; Bestand an PC´s zur Zeit: 13.215.  Allen Schüler haben die Möglichkeit, in der Schule einen Imbiß einzunehmen. 
Gymnasien (Pre-Universitaria): Größter Erfolg ist Reduzierung der Schüler auf 30 pro Klasse und gegenwärtig 15-25 Schüler pro PC.    
Hervorzuheben ist der erfolgreiche Einsatz von audiovisuellen Mitteln, Multimedia und interaktiven Lehrmethoden in allen Bildungsstufen. 

Universität für alle (universilización de la enseñanza superior)
Möglicherweise der größte Erfolg in der Umgestaltung des Bildungswesens in 2005.
Gegenwärtig 500 Tausend Studenten immatrikuliert, davon studieren 360 Tausend direkt vor Ort in ihren Kreisen in 2133 Bildungseinrichtungen.
2002/2003: führten 33% der Jugendlichen (18- 24) ein Hochschulstudium durch und 2005 sind es 50%.
Kunst- und Kultur

Inzwischen sind schon 6318 Kunsterzieher ausgebildet worden

Die Buchmesse  wurde auf 34 Städte ausgedehnt. Es wurden 477 Titel mit einer Auflage von 4,4 Millionen Exemplaren herausgegeben
Das Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films und die Internationale Buchmesse sind die Kulturereignisse  mit der größten Besucherzahl aus der Bevölkerung.
Fernsehen

62,7% der Übertragungen sind der Bildung gewidmet. Dabei gewinnt Kanal 2 (Bildungsfernsehen) an Qualität und es werden Übertragungen der Universität für alle erweitert.  Es gibt versuche mit Kreisfernsehstationen
In abgelegenen Bergregionen sind 1.925 öffentliche Fernsehstuben eingerichtet. 
Radio

2005 wurden 9 neue Kreissender eröffnet.
Biotechnologie

Gegenwärtig gibt es 15 Forschungszentren und Produktionsstätten der Biotechnologie mit mehr als 2400 Wissenschaftlern und Ingenieuren. Sie haben sich als Motoren für   die Erzeugung neuer Produkte bewährt und arbeiten mit hoher ökonomischer Effektivität. Beispiele sind Produktionen von Medikamenten (z.B. Impfstoffe gegen Hepatitis B u.a.) aber auch in der Lebensmittelindustrie (z.B. Produkte, die das Wachstum von Fischen und Garnelen um 30% erhöhen).
Telekommunikationen und Informatik

2005 Wachstum um 8%; Telefonverbindungen: Dichte 8,7%, Grad der Digitalisierung 98%.

2005 mehr als 42 Tausend PC installiert, Steigerung um 14%

Neben der flächendeckenden Ausbildung der Bevölkerung an PC´s , ebenfalls Einsatz in Industrie.

Dazu: 26 Polytechnische Fachschulen für Informatik; Fachrichtung Informatik an Unis sowie die Universität für Informationswissenschaften – einige dieser Ausbildungszentren wurden erst 2005 eingerichtet. Insgesamt studieren gegenwärtig (Fach- und Hochschule) über 50 Tausend Menschen Informatik.  

Software:

Produktion insbesondere für Gesundheits- und Bildungswesen.
2005 zusätzlich 72 neue Titel-Multimediaprodukte;
Der Export von Software wird schrittweise in einigen Bereichen vorgenommen

Ex- und Import

2005

Wachstum Export von Gütern: 27,9%
dito Dienstleistungen:               70,0%
Wachstum Import von Gütern: 36,4% (enthalten Importe von Treibstoff, dessen Preis um 37% gestiegen ist)

2006
Export von Gütern und Dienstleistungen: Steigerung um 17.%
Import von Gütern soll um 1,5% zurückgehen
Gesamtschaden der Hurrikans von 2005

1,35 Milliarden US Dollar
Erhöhung Einkommen der Bevölkerung

Mindestlöhne von 100 auf  225 Peso (Mai 2005);
Durchschnittseinkommen von 354 auf 398 (November2005);  
Mindestrenten von 55 auf 164 Pesos, (November2005);
Mindestsatz Sozialhilfe: con 62 auf 122 Pesos ((November2005)
Insgesamt kamen diese Steigerungen über 5 Millionen Bürgern zu Gute.
Arbeitslosigkeit

1,9%

Allgemeine Einschätzung

Die Veränderungen in der Volkswirtschaft, einschließlich eine Zentralisierung der Devisennutzung, waren entscheidende Voraussetzungen, damit die Ergebnisse in 2005 erreicht werden konnten. Durch die neuen Methoden war es möglich geworden, konsequent Prioritäten zu setzen und vorrangig die Bereiche zu entwickeln, die für die Bevölkerung wichtig sind.

“Die kubanische Gesellschaft ist jetzt dabei, die Mängel der Spezialperiode schneller zu überwinden. Damit werden solide Grundlagen für die Entwicklung einer Gesellschaft gelegt, in der soziale Gerechtigkeit und Solidarität vorherrschen“.

Korrektur eigener Fehlern – wichtige Methode der Verteidigung der  Revolution

Verweis auf die Rede von Fidel Castro v. 17.11.05: „Das Land hatte begrenzte Ressourcen, unglaublich viele. Doch dieses Land hat nichts anderes getan, als diese Ressourcen zu verschwenden…“
Die Revolution hat die Pflicht sich zu verteidigen, auch gegen ihre eigene Fehler.

Im Text sind weitere ausführliche Erläuterungen enthalten, die nochmals die  Zentralisierung bestimmter Entscheidungen in der Volkswirtschaft begründen (Vermeidung von Misswirtschaft, Verschleuderung von Devisen und Zersplitterung der der begrenzten Mittel).

Die nationale Sicherheit kann nur bestehen, wenn das Land seine ökonomische Unverletzbarkeit erreicht. Aus diesem Grunde müssen wir schnellsten Führung und Leitung der Ökonomie verbessern, ausgehend von allen beschlossenen Maßnahmen, insbesondere von denen über Sparsamkeit.

In dieser Schlacht, die auch zum Kampf der Ideen gehört, müssen wir mit der Disziplinierung der staatlichen Wirtschaftsorgane selbst beginnen, damit Diebstahl und  Korruption entgegengewirkt wird. Die Bevölkerung muss dabei einbezogen werden.
(eine Schlagzeile in der Tageszeitung Granma „Es wird nichts geben, das nicht kontrolliert wird. und es werden die Massen sein, die diese Kontrollaufgabe übernehmen“) 

In weiteren Kommentaren und Reden auf der Nationalversammlung, insbesondere auch in denen von Fidel Castro, wird ausführlich eingegangen auf:

Energiesparprogramm 2006
Einsatz des kubanischen Ärztepersonals  im Ausland, insbesondere Programm zur Augenoperation für 5 Millionen Menschen; Ausbildungsmaßnahmen in Kuba, insbesondere für lateinamerikanische Jugendliche 
Kampf gegen Korruption und  gegen Mittelverschwendung
Schwerpunkte für 2006

Die Ausgaben des Haushaltsplans werden um 32% im Verhältnis zum Jahr 2005  
steigen. Das BIP soll sich um ca. 10% erhöhen.  (Zahlen zu den einzelnen Bereichen wurden oben eingearbeitet, so weit vorhanden)

In 2006 werden die positiven Effekte aus den verschiedenen Entwicklungsprogrammen, die mit Priorität im Jahr 2005 umgesetzt oder begonnen wurden, erst richtig zum Tragen kommen. Sie sind das Ergebnis einer neuen Etappe der Revolution.

Die Pläne für 2006 werden flexibel gehalten, um rechtzeitig auf Veränderungen bzw. Erfordernisse reagieren zu können. 

Schwerpunkte werden sein:   

Erhöhung der Verteidigungskapazität;
Sparsamkeit als Voraussetzung für den Erfolg; erforderlich in allen Bereichen,
   insbesondere im Energiesektor;
Schaffung der „Energiesicherheit“ des Landes (Vergl. Seite 1), rationaler Einsatz
   Treibstoff, Umstrukturierung Transportwesen, Beschleunigung der eigenen
   Produktion und Erschließung neuer Lagestätten von Erdöl und –gas;
Entwicklung „Humankapital“ – Seine Entfaltung ist wichtiger ökonomischer Faktor
  für das Land. Gleichzeitig trägt es zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen
  bei, wenn sie über mehr Bildung verfügen
Der Export von Dienstleistung wird in der Volkswirtschaft das höchste Wachstum
  einnehmen, insbesondere auf den Gebieten Gesundheitswesen, Bildung,
  Biotechnologie und Informatik
Schrittweise Erhöhung des Umfangs der Zuteilungen von Lebensmitteln über Karte
   (normierter Konsum)
Fortsetzung der Verbesserung der Politik bei Lohn und Sozialversicherung
ausgearbeitet von
Cuba Sí,
Berlin, 02.01.0

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