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Name: Tec Dian
Datum/Zeit: Montag, 8. Apr 2002 um 12:22:58 CEST
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Markierung: Praxis
Thema:
Hunde
 
Eintrag:

> - Kampfhunde: Haltung aber auch wirklich _nur_ fuer
> straffaellig gewordene Menschen verboten …
> Eine Einteilung von Hunden in normal und
> Kampfhund nach Rasse halte ich fuer ungut.
> Daher, wie gesagt, Einteilung nach Mensch
> und nicht nach Hunderasse … [~]

Wieso eigentlich? Es ist nun mal ein Fakt, dass bestimmte Hunderassen speziell auf Aggressivität gezüchtet wurden. Und ein anderer Fakt ist, dass ein Kalb von einem Hund nun mal gefährlicher ist, als ein Pekinese. Bei Hauskatzen und Löwen sieht ja auch jeder dieses Argument ein, wieso also nicht bei Hunden? Hunde sind Raubtiere und damit potentiell gefährlich - ganz unabhängig von ihren Haltern. Und entsprechend muss man damit umgehen. Und die verschiedenen Hunderassen unterscheiden sich aufgrund ihrer körperlichen Merkmale und der Richtung ihrer Zucht in ihrer Gefährlichkeit. Auch das muss berücksichtigt werden. Im Übrigen heißt Hundeführerschein ja eben nicht pauschales Verbot, sondern Prüfung auf Fähigkeit - des Menschen. Nur heißt das eben nicht, dass Löwenhaltung zur bürokratisch verwalteten Normalität werden darf, sondern begründete Ausnahme bleiben muss - und so muss das auch bei bestimmten besonders gefährlichen Hunderassen sein, wenn überhaupt irgend ein Grund dazu besteht, deren Existenz weiterhin zu dulden.

> [~] sicher gibt es Rassen die mehr zur Gewalt und
> weniger zur Gewalt neigen, aber dies
> laesst sich nicht pauschalisieren, vor
> allem, da ueber Generationen hinweg die
> Gewalt schon wieder 'rausgezuechtet' zu
> sein scheint.

Für mich ist ein Hund kein Wert an sich, und schon gar nicht eine bestimmte Rasse - der Mensch aber schon. Und wenn ich mir die Serie von getöteten Kindern anschaue, dann pauschalisiere ich lieber, als weiterhin dieses Risiko einzugehen. Anders zu handeln hieße, Hunde höher zu schätzen, als Kinder. Das mögen Hundehalter nicht gern hören, ist aber ein blutiger Fakt.

> - Verunreinigung: irgndwohin muessen hunde ja
> kacken Wenn ein Hund tatsaechlich es
> nicht mehr auf die Wiese schafft und es
> auf den Weg geht, sollte das Herrchen das
> irgendwie wegmachen und in den Muell
> schmeissen … seh ich schon richtig so …

Eben: "sollte" - macht das Herrchen aber nicht. Außerdem ist das die Regel, und nicht nur ein Unfall von wegen nicht mehr Schaffen. Gar nicht zu reden von den spielenden Kindern, die auch ein Anrecht auf eine saubere Wiese haben. Wieder sind zumindest mir Kinder viel mehr wert als Hunde.

> Erhoehung der Hundesteuer halte ich fuer falsch, da
> die Tierheime eh schon voll sind und
> Haustiere zu halten sollte nicht zur
> finanziellen Qual werden …

Schweine und Rinder werden in Massen geschlachtet. Bei Hunden und Katzen jammert man über zu volle Tierheime. Für mich nicht logisch nachvollziehbar. Hier der gequälten Volksseele nach dem Mund zu reden, sollten wir Kommunisten doch lieber den anderen überlassen und uns auf die Position der Vernunft zurückziehen.
Was die finanzielle Qual betrifft: es ist schon erstaunlich, was für Leute sich einen Hund, der ja auch nicht gerade wenig konsumiert, leisten. Oft nämlich diejenigen, die über Geldmangel klagen. Es gibt sehr viel weniger gefährliche, weniger schmutzige und billigere Dinge, die ich mir nicht leisten kann. Warum sollten Hunde gerade eine Sonderstellung unter den Dingen des Lebens einnehmen? Für mich gilt: wer Dreck macht, soll ihn auch wegmachen. Und da das die Hundebesitzer nicht selbst tun, müssen sie eben jemanden bezahlen, der das übernimmt. Wenn die Stadt also Leute anstellen würde, die die Hundehaufen beseitigen, dann sollten die Kosten direkt auf die Hundesteuer umgelegt werden. Dadurch würden die Hundehalter dann selbst die Höhe ihrer Hundesteuer bestimmen. Ich schlage deshalb hiermit vor, den Hundesteuerabsatz entsprechend zu ergänzen.

Salut!
Tec Dian
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